...mit dem Hundeschlitten

Unterwegs mit dem Hundeschlitten

Sind es die Tiere, deren Blick einen bis tief in die Seele zu dringen scheint? Ist es das Gefühl, fast lautlos durch die Wäler und über Seen zu gleiten - allein mit sich und den Hunden? Oder sind es all diese Eindrücke zusammen, die Schlittenhundtouren zum Höhepunkt eines Urlaubs im finnischen Winter machen?

Schon der Besuch einer Huskyfarm ist ein Erlebnis. Darf man dann noch im Schlitten Platz nehmen oder gar selbst fahren, wird man eine Erinnerung für die Ewigkeit mit nach Hause nehmen. Auch wenn die Hunde laut bellen – man muss keine Angst vor ihnen haben. Die haben die Vierbeiner dafür manchmal vor ihren zweibeinigen Mushern. Das Bellen ist vielmehr Ausdruck der Freude, endlich losrennen zu dürfen. Warme, dem Winter angemessene Kleidung genügt für eine Hundeschlittentour, oft wird sie auch gestellt. Je nach Veranstalter und gebuchter Tour steht man am Ende des Schlittens auf den Kufen und lenkt Hunde und Gefährt selbst oder nimmt auf dem Schlitten Platz und vertraut sich einem erfahrenen Musher an.

Gebucht werden können kurze Schnuppertouren oder Mehrtagestrips mit Übernachtung in urigen Hütten, bei denen man ein eigenes Verhältnis zu »seinen« Hunden aufbaut, die aber der Kondition einiges abverlangen. Mehrere deutsche Reiseveranstalter haben Hundeschlittentouren als Teil einer Finnland-Reise im Programm (z. B. fintouring). Auch kurzfristige Buchungen vor Ort sind immer möglich.

...mit dem Motorschlitten

Unterwegs mit dem Motorschlitten

Motorschlitten sind eine andere Möglichkeit, um ohne eigene Anstrengung die Weite und Wildnis Finnisch-Lapplands zu entdecken. Dazu benötigt man nicht mehr als den Pkw-Führerschein und die Lust, etwas Neues auszuprobieren.

Gelenkt werden die Gefährte wie ein Fahrrad oder Motorrad, wobei ein wenig mehr Kraft notwendig sein kann, um die Kufen in die richtige Richtung zu drücken. Es gibt einen Gasgriff für den rechten Daumen, mit dem man die Geschwindigkeit reguliert, außerdem eine Bremse auf der linken Seite – die man allerdings nur selten betätigen wird. Das breite Kunststoffband, das die Motorkraft auf den Schnee bringt, wirkt gleichzeitig auch als Bremse, sobald man kein Gas mehr gibt. Allerdings sollte man besonders auf den ersten Kilometern langsam und vorsichtig fahren. Die Kollision mit einem »plötzlich vor dem Schlitten gesprungenen« Baum kann nicht nur gefährlich, sondern auch teuer sein.

Motorschlittensafaris können von Deutschland aus bei verschiedenen Reiseveranstaltern oder auch in den Wintersportorten vor Ort gebucht werden. Möglich sind kurze Touren, aber auch Tagestrips sowie Mehrtagestouren mit Übernachtung (ein ungleich beeindruckenderes Erlebnis!). Im Allgemeinen ist bei den Safaris ein erfahrener Guide dabei, der die Gegend kennt und auch für die Sicherheit verantwortlich ist. Anfänger, aber auch Profis können sich so im lockeren Tiefschnee festfahren, dass schweißtreibendes Buddeln oder Hilfe durch ein anderes Schneemobil notwendig sind. Die Ausrüstung (Thermo-Overall, warme Handschuhe und Stiefel, Helm) bekommt man gestellt.

...mit dem Rentierschlitten

Unterwegs mit dem Rentierschlitten

Einmal wie Santa mit Rudolf durch den Winterwald fahren? Das ist in Finnisch-Lappland kein Problem. Vielerorts gibt es Rentierfarmen und Veranstalter, die ein entsprechendes Angebot im Programm haben. Das kann eine kurze Runde sein, aber auch eine Tagestour oder gar eine mehrtägige Reise mit Übernachtung in einer Wildnishütte an einem zugefrorenen See, wo abends der Lachs oder Rentiergeschnetzteltes am offenen Feuer gebrutzelt wird, bevor man in der Sauna den Abend ausklingen lässt. Rentiere können bisweilen ein wenig störrisch und deutlich weniger lauffreudig als Schlittenhunde sein. Ein lauter Ruf durch den Rentierzüchter bringt aber auch diese Vierbeiner in Trab, so dass man – dick in Decken eingemummelt – im Schlitten sitzend die Landschaft an sich vorbeistreichen sieht. Gemütlicher geht es nicht mehr!

...mit Schneeschuhen

Unterwegs mit Schneeschuhen

Man muss nur einigermaßen gut zu Fuß sein, dann steht einer Wanderung mit Schneeschuhen nichts mehr im Wege. Das Schöne dabei: Man ist nicht auf plattgewalzte Wege angewiesen, sondern kann durch den Wald und über schneebedeckte Moore streifen. Entdeckt dabei Plätze, die für einen normalen Wanderer nicht zugänglich sind. Einen gefrorenen Wasserfall vielleicht, eine Quelle mitten im Wald oder einen Felsen, in dem im Frühjahr Raubvögel brüten. Finnisch-Lappland ist der ideale Platz für das Gehen auf großem Fuß.

Das überwiegend ebene Gelände ist auch von Anfängern gut zu bewältigen. Hat man erst einmal das Gefühl für die Schneeschuhe und deren Möglichkeiten, außerdem etwas Kondition und eine gute Beweglichkeit, dann kann man auch Hügel hinauflaufen oder durch das Unterholz stapfen. Mit Schneeschuhen kommt man überall dort weiter, wo es mit Skiern zu mühsam oder gar unmöglich wird. Ein großer Vorteil ist, dass man für diese tolle Wintersportart keine eigene Ausrüstung benötigt. Viele Hotels in den finnischen Wintersportgebieten verleihen Schneeschuhe für wenig Geld, dazu sollte man sich auch noch ein paar passende Skistöcke besorgen. Feste Winterstiefel, normale Winterbekleidung, Handschuhe und Mütze genügen völlig, um die ersten Schritte durch die Schneelandschaft zu wagen.

...auf Langlaufskiern

Unterwegs auf Langlaufskiern

Die Langlaufmöglichkeiten in Finnisch-Lappland sind bestens und vielfältig. Man hat in dem Tausende Kilometer langen Loipennetz die Wahl zwischen einfachen Nachmittagstouren, Ganztagestrips und mehrtägigen Touren, die eine gute Kondition und auch Skitechnik erfordern. In den Wintersportzentren findet man alles für einen gelungenen Langlaufurlaub: gute Hotels oder heimelige Appartements, Skiverleih für die passende Ausrüstung und bestens präparierte Loipen, an denen oftmals auch noch bewirtschaftete Hütten warten, in denen man sich einen Tee und eine Suppe kaufen kann, um wieder zu Kräften zu kommen. Wer gerne einmal querfeldein geht, bekommt Tipps bei der Touristeninformation oder vertraut sich einem Führer an.

...auf Alpinskiern

Unterwegs auf Alpinskiern

Finnland ist beileibe nicht so flach, wie gerne angenommen wird. Die Tunturis – so heißen die Bergkuppen im Norden Finnlands – bieten beste Skimöglichkeiten. Natürlich: Viele Kilometer lange Abfahrten mit 1000 und mehr Metern Höhendifferenz wie in den Alpen gibt es hier aufgrund der Topografie nur wenige. Dafür kommt man hier im Norden Europas zum Fahren und verbringt seinen Urlaub nicht in der Liftschlange. Auswählen kann man zwischen ruhigen Ecken mit Kaminatmosphäre sowie Skiorten mit buntem Nachtleben. Fester Bestandteil des Abendprogramms ist immer die Sauna.