Kulinarische Entdeckungsreise

Es gab eine Zeit, da bekam man in norwegischen Restaurants vor allem Pizza und Hamburger serviert. Oder auch Hamburger und Pizza. Diese Zeiten sind längst vorbei, vor allem in den größeren Städten findet man eine große Zahl hervorragender Restaurants. Die sind zugegebenermaßen nicht billig. Wer sparen will, gönnt sich ein Mittagessen.

Doch was sind denn die für Norwegen typischen Spezialitäten? Hier eine Auswahl.

Natürlich: In einem Land, das fast überall an Meer, Seen oder Flüsse grenzt, bekommt man Fisch. In allen Variationen. Heilbutt zum Beispiel, Lachs – gerne eingelegt als gravet laks, aber auch Heringe (sild) und Dorsch. Die bekannteste Stockfisch-Spezialität, die man in Norwegen zubereitet, ist der Lutefisk (Laugenfisch). Als traditionelles vorweihnachtliches Essen gibt es ihn in der Adventszeit in allen Fischrestaurants. Dazu wird der Trockenfisch erst zwei Tage in einer starken Lauge, danach einen Tag lang in frischem Wasser eingeweicht und anschließend gekocht. Ebenso exotisch ist Rakfisk, eine fermentierte Forelle. Nicht jedermanns Sache, aber probieren sollte man ihn schon ...

Das gilt auch für Fleischgerichte wie den smalahove, geräucherten Schafskopf, der vor allem im Westen des Landes bisweilen noch auf den Tisch kommt. Als besondere Spezialität gilt fenalår, eine gepökelte und meistens auch geräucherte Lammkeule.

Käse kommt in verschiedenen Geschmacksrichtungen in die Geschäfte. Ziegenkäse ist sehr weit verbreitet, aber auch der Brunost. Diesen karamellisierten Käse sollte man aber nicht in der Erwartung genießen, Käse im Mund zu haben.   Rømmegrøt ist ein Brei aus Sauerrahm und Grieß mit Zucker und Zimt, aber auch manchmal mit Honig.

Zum Abschluss des Mahls gönnt man sich noch einen hochprozentigen Akevitt, einen Aquavit. Der wird aber nicht wie in Mitteleuropa eisgekühlt serviert, sondern mit Zimmertemperatur. „Man soll doch etwas schmecken“, sagen die Norweger. Und das zurecht.