Freydis Tipps:

Meine 15 Lieblingsplätze in Oslo

Tipp 1:

Der Vettakollen

Wo könnte es mehr Lieblingsplätze geben, als in Norwegens Natur? Der Vettakollen ist ein Aussichtsfelsen in der Nordmarka, dem Waldgebiet, das Oslo umgibt. Von dort liegt einem die Stadt und der Ausläufer des Fjordes zu Füßen und bei klarem Wetter ist die Aussicht umwerfend. Übereinen gut ausgetretenen Pfad gelangt man auch leicht zum Sognsvann, der immer einen Ausflug lohnt. Um zum Vettakollen zu kommen, nimmt man am besten die T-Bane, Linie 1 Richtung Frognerseteren, bis zur Station „Vettakollen“. Von dort ist der Weg ausgeschildert. Mit der Linie 5 Richtung Ringen gelangt man vom Sognsvann wieder ins Zentrum (Den Fahrplan findet man unter www.ruter.no).

Tipp 2:

Kolsåstoppen

Auch mein nächster Lieblingsplatz ist in der Natur zu finden: Der Kolsåstoppen. Und auch von hier hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt! Allerdings ist der Weg ein bisschen schwieriger und erfordert vor allem im Winter festes Schuhwerk, da der Weg steil und die Treppen, die am Ende kommen, rutschig sind. Egal ob im sommerlichen Märchenwald oder im vereisten Winterwunderland – einfach (ganz norwegisch) Kvikk-lunsj (eine norwegische Süßigkeit, wie KitKat) einpacken und diesen wunderschönen Ort genießen! Die T-Bane, Linie 3 Richtung Kolsås, fährt quasi direkt vor die Haustür, hier kann man entweder an der Endstation (Kolsås), oder eine Haltestelle früher (Hauger) aussteigen.

Tipp 3:

Der Weg nach Bygdøy

Beim diesem Punkt ist wörtlich der Weg das Ziel – der Weg auf die Halbinsel Bygdøy. Wir starten am Color Line-Hafen (hier lohnt es sich übrigens, auch auf die Brücke zu gehen und noch kurz den Blick auf den Fjord und die Inseln zu genießen) und laufen die Bucht entlang (dieser Teil ist wegender parallel verlaufenden Straße ein bisschen laut, aber keine Sorge – es wird besser). Wir passieren ganz viele Schiffe, für Segelliebhaber wie mich besonders schön. Am Ende der Bucht (Frognerkilen) beginnt der wirklich schöne Teil des Weges: Ein schmaler Holzsteg führt weiter am Wasser entlang und von der Straße weg. Bald mündet der Steg in einen schmalen Pfad, der sich am Ufer entlang schlängelt und über Stock und Stein führt. Spätestens bei Oscarshall müssen wir diesen Weg jedoch verlassen und einen breiteren Pfad einschlagen, der uns zum Norsk Folkemuseum führt. Wer sich für die Prachtbauten und Villen der reichen Halbinselbewohner interessiert, kommt jetzt voll auf seine Kosten. Es sind auch wirklich sehr schöne Häuser (oder sollte ich Anlagen sagen?) dabei. Mein Lieblingsweg führt durch die Wohnviertel zur Huk, der großen Badebucht, aber Achtung: Im Sommer ist es hier unter Umständen sehr voll! Der Weg ist ab dem Folkemuseum gut ausgeschildert und führt auch bald von der Straße weg. Kurzum: ein entspannter Sonntagsausflug mit Bademöglichkeit.

Tipp 4:

Die Akerselva

Weil wir gerade so in Schwung sind, geht es gleich weiter mit den schönen Wegen – diesmal elvelangs, also am Fluss, der Akerselva entlang. Die ganz Motivierten unter uns starten am Maridalsvann (mit der Trikk Linie 11 und 12 bis zur Endstation (Kjelsås) oder dem Bus 25 oder 54 zu erreichen). Der Maridalsvann ist der Trinkwassersee, der die Akerselva speist. Über mal mehr, mal weniger ersichtliche Wege können wir dem Flusslauf bis nach Grønland folgen. Wem das zu viel ist, der kann auch später starten, beispielsweise in Nydalen (gut mit der T-Bane Linie 4 oder 5 zu erreichen). Der Weg bietet nicht nur architektonische Abwechslung, sondern auch eine entspannte Atmosphäre mit dem Wasserplätschern, den parkähnlichen Grünflächen und den vielen Bäumen rund um den Fluss. Er führt außerdem direkt am hippen Studentenviertel Grunerløkka, dem alternativen Kunstzentrum ums Blå und den Mathallen in Vulkan vorbei. Noch dazu hat Oslo zwei Wasserfälle im Stadtgebiet. Wir gehen einfach von den Mathallen in entgegengesetzte Fließrichtung und kommen so zuerst zu dem kleineren, dann zu dem größeren Wasserfall. Sehr aufregend mitten in der Stadt! Wir beenden den Spaziergang in Grønland, dem „Ausländerviertel“ (siehe Lieblingsplatz 5!). Noch ein kleiner Tipp: Im September findet hier immer „Elvelangs i fakkellys“ statt. Zu diesem Event werden am gesamten Flussufer Attraktionen und Shows zum Thema Licht inszeniert. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: vom Schattentheater über Chöre im Kerzenlicht über Lichteffekte und Feuerschlucker bis zur Persilwerbung (bzw. Kurzfilmwidergabe) auf Backsteingemäuer ist alles dabei. Zwar ist die ganze Stadt auf den Beinen, aber verpassen sollte man diesen Zirkus trotzdem nicht!

Tipp 5:

Der Grønlandstorget

So, ich hatte ja versprochen, dass wir noch nach Grønland kommen. Keine Sorge, ihr braucht keine Pelzmäntel und wir müssen auch die Überfahrt nicht zahlen: Grønland heißt nicht nur die größte Insel der Erde, sondern so wird auch ein Stadtteil in Oslo genannt. Früher als Sündenpfuhl, dann als Arbeiterviertel negativ behaftet, überzeugt heute der interkulturelle und exotische Flair des lebhaften Viertels. Indische Gewänder glitzern in den Schaufenstern, Düfte nach arabischem Essen wehen über die Straße und überraschend viele Frauen mit Kopftuch tummeln sich vor den Obstauslagen. Sind wir hier wirklich noch in Oslo? Doch nicht nur die Atmosphäre lockt, sondern auch die Preise! Besonders Obst und Gemüse ist hier so preiswert, dass es sich durchaus lohnt, einmal die Woche mit dem Rucksack los zu ziehen und kräftig einzukaufen. Und außerdem ist die Auswahl viel größer, auch was Getreide, Fleisch, Tee, Gewürze und anderes betrifft. Mein kleiner Tipp an alle Sparsamen unter euch.

Tipp 6:

Der Oslofjord

Ist es dumm, eine so große Fläche und so schwammige Angabe als Lieblingsplatz zu bezeichnen? Vielleicht. Aber es ist trotzdem gerechtfertig. Denn egal, ob schwimmend, zu Kanu, auf der Fähre oder am Ufer entlang, es lohnt sich, den Oslofjord zu erkunden und die Nähe der Stadt zum Wasser zu genießen! Wer Inspiration sucht, kann mal die offizielle Touri-Seite der Stadt durchforsten: www.visitoslo.com. Wem es übrigens zu unangenehm ist, auf den Inseln oder am Strand ins Wasser zu gehen, der kann das „Freibad“ im modernen Stadtteil Sørenga (hinter der Oper Richtung Ekeberg) aufsuchen. Auf der Homepage wird es als „Byens flotteste sjøbad“ (Das schönste Seebad der Stadt) beworben. Hier könnt ihr euch selber davon überzeugen.

Tipp 7:

Shoppen & Sparen mit Uff

Und mit Sparen geht es weiter: Warum nicht mal Second-Hand einkaufen? Was ich dafür nur empfehlen kann ist die Kette Uff. Dort wird auch selbstdesignte Mode und, vor allem im Winter, Norwegerpullies verkauft, oft stimmen sowohl die Qualität als auch die Preise! (Ich habe meinen Norwegerpulli auch dort erstanden und ich liebe ihn!) Mehr Informationen gibt es unter www.uffnorge.org/second-hand.

Viel Spaß beim Stöbern!

Tipp 8:

Voldsløkka

Es geht sportlich weiter: egal ob Beachvolleyball, Fußball oder Tennis – alles ist möglich in Voldsløkka! Am Wochenende finden hier auch immer Beachturniere statt, bei denen man anscheinend zu zweit einfach einsteigen kann (das habe ich bis jetzt aber nur gehört und leider noch nicht ausprobiert!). Auf jeden Fall ist man hier richtig, wenn man Mannschaftssport treiben möchte! Mit dem Bus Nummer 34 bis Voldsløkka gelangt man hin…und dann geht’s los! Mehr Informationen, allerdings auf norwegisch, findet ihr hier.

Tipp 9:

Kaffebrenneriet på Grünerløkka

Halbzeit; deswegen gibt es an dieser Stelle eine kleine Kaffeepause. Dazu gehen wir in meine Lieblings-Kaffebrennerie in Grünerløkka, direkt am Olaf Ryes Plass. Hier scheint die Sonne schön hin und es ist eigentlich immer was los. Wenn die Tische vor dem Café voll sind, kann man in den kleinen Park ausweichen und den Straßenmusikanten lauschen, die Leute beobachten und die Sonne genießen. Der Kaffee und die heiße Schokolade sind gut, wer damit noch nicht genug geschlemmt hat, dem seien die Kanelboller (Zimtschnecken) ans Herz gelegt – das macht den Genuß perfekt! Mehr Informationen zur echten norwegischen Kaffebrennerie gibt es hier: www.kaffebrenneriet.no.

Tipp 10:

Die hängenden Menschen in Aker Brygge

Nach der kleinen Stärkung machen wir mit einer Kunsteinlage weiter. Dazu muss man in Oslo eigentlich nur mit offenen Augen durch die Stadt laufen, denn überall stehen kleine oder große Kunstwerke und auch die Architektur der Stadt ist sehr abwechslungsreich. Aber eine Installation gefällt mir besonders: Die hängenden Menschen in Aker Brygge. Aus Maschendraht sind menschliche Körper geformt, die verknäuelt sind und dadurch interessante Überlagerungen und damit auch Schattierungen ergeben. Um dorthin zu kommen, muss man vom Rathaus am Wasser entlang laufen und zwischen den Backsteinhäusern einmal rechts abbiegen. Es ist nicht zu übersehen!

Tipp 11:

Telthusbakken

Ein weiteres sehenswertes Kulturziel ist die Straße Telthusbakken neben Vulkan. Die Straße ist zwar sehr (!) steil, aber die kleinen Holzhäuser aus dem 17. Jahrhundert haben, besonders im Sommer wenn die Blumen blühen, ihren ganz eigenen Charme. Mehr Informationen gibt es hier.

Tipp 12:

St. Hanshaugen

Der St. Hanshaugen-Park ist einer von vielen Parks in Oslo. Aber meiner Meinung nach ist es ein sehr besonderer Park, da die Aussicht auf die Stadt und den Fjord sehr schön ist! Noch besser ist sie allerdings im Winter, da im Sommer die Bäume zu dicht belaubt sind um wirklich viel zu sehen… Der kleine Bach, der durch den Park fließt, ist allerdings im Sommer wiederum schöner, also genießt den Park einfach, egal zu welcher Jahreszeit!

Tipp 13:

Der Korketrekkeren

Winterlich geht es weiter: Der Korketrekkeren (oder auf Deutsch Korkenzieher), die einmalige Schlittenpiste in Oslo. Knapp zwei Kilometer geht es runter – und das Beste: die T-Bane fährt einen wieder an den Ausgangspunkt. Deswegen lohnt sich auf jeden Fall eine Tageskarte für die T-Bane (die dann nebenbei erwähnt auch für die Trikk, Bus und Fähren gilt). Mit der Linie 1 fährt man bis zur Endstation (Frognerseteren). Dort gibt es einen Schlittenverleih. Dann: Ab die Post und unten, in Midstuen, kann man wieder in die T-Bane einsteigen – um nochmal zu fahren. Und nochmal. Und nochmal… Mehr Informationen gibt es hier und unter akeforeningen.no Viel Spaß beim Fahren!

Tipp 14:

Oslos Inseln

Nach einer anstrengenden Woche gibt es nichts besseres als Urlaub, selbst wenn es nur ein Tag ist. Dafür muss man auch gar nicht weit weg fahren, nur ein paar Minuten mit der Fähre zu einer der Inseln und man ist im Paradies! Dabei ist es egal, welche Insel; ob Hovedøya (mit den alten Klosterruinen und dem zahmen Fuchs), Gressholmen (das einsame Naturschutzgebiet) oder Langøyene (mit dem Beachvolleyballfeld) – jede Insel hat ihren eigenen Charme und bietet Erholung im Komplettpaket! In den warmen Jahreszeiten kann man auch gut schwimmen gehen, oder einfach nur in der Sonne entspannen. Und warum nicht mal auf einer Insel übernachten? Ich spreche aus eigener Erfahrung, es ist wunderschön! Und da die Fähren bis 22:00Uhr fahren, ist auch eine relativ spontane Aktion möglich… Die Fähren fahren übrigens vor dem Rathaus ab und sind im normalen Ruterticket inbegriffen, die einzige Ausnahme bildet die Bygdøyfähre.

Tipp 15:

Nøklevann

In Norwegen muss man einfach immer wieder zur Natur zurück kehren. Deswegen gibt es hier noch einen letzten Tipp von mir, natürlich wieder in der Natur: Der Nøklevann. Als Alternative zum sehr gefragten Sognsvann bietet der Nøklevann auch schöne Wanderstrecken, ein wunderschönes Seegebiet und ein bisschen mehr „norwegische Einsamkeit“.Wander- oder Sportschuhe sind hier gefragt. Einfach die T-Bane Linie 3 Richtung Mortensrud nehmen und in Bogerud oder Skullerud aussteigen.