Outdoor-College? Was ist das?

Das Outdoor-College ist ein Schulprojekt für deutsche Schüler in Sirdal, Südnorwegen. Die Schüler können im ersten Halbjahr der neunten Klasse
für sieben Monate nach Norwegen gehen.

In Zahlen heißt das:

  • 28 Schüler aus ganz Deutschland
  • 7 Monate Norwegen (August bis Februar)
  • 8 Teamer und Lehrer
  • 2 Outdoortrainer
  • 40 Huskys
  • Unterricht im Freien
  • 7 aufregende Touren

Aufegpasst! Die Bewerbungsphase für das nächste Schuljahr startet im Februar. Interessierte Achtklässler können sich dann bewerben unter: www.outdoor-college.de.

Mit Knochenfund und Kompass

Die Oktobertour im Outdoor College

Ein Bericht von Lia Klement und Lara Baues  

Das Outdoor College ist ein siebenmonatiges Naturschulprojekt in Südnorwegen. Jedes Jahr starten rund 30 Schüler aus ganz Deutschland ein Abenteuer mit Huskys, Touren und normalem Schulalltag. Diesen Monat ging es für die Schüler im Outdoor College eine Woche lang auf Trekkingtour durch das norwegische Fjell.

Das Wetter spielte mit

Die 24 Schüler starteten am 8. Oktober, einem kalten, aber sonnigen Sonntag. Zwei Schüler konnten an der Tour nicht teilnehmen, da sie gesundheitliche Probleme hatten. Die Tour wurde in zwei Gruppen bewältigt, die zum Start zum Håhedlarvatn fuhren, wo beide Gruppen in unterschiedliche Richtungen aufbrachen.

Beide Gruppen wanderten eine Zeit lang durch die wunderschöne norwegische Wildnis, bis Gruppe 2 eine spannende Entdeckung machte - ein Schafskelett! Nach einer kurzen Anatomieeinheit mit dem Lehrer machten sie sich weiter auf den Weg zum Lagerplatz. Noch vor Sonnenuntergang kamen beide Gruppen an ihrem jeweiligen Lagerplatz an.  

Frostige Böden erschweren den Zeltaufbau

Am nächsten Tag starteten alle bei erneutem Sonnenschein. Während die eine Gruppe entspannt einen Wanderweg entlang lief, überwand die andere schneebedeckte Berge. Am Abend bauten beide Gruppen an neuen, schönen Schlafplätzen ihre Zelte auf. Dabei hatte Gruppe 2 Schwierigkeiten, die Heringe des Zeltes in den vereisten Boden zu bekommen. Später standen die Zelte der beiden Gruppen und alle konnten schlafen gehen.  

Da sich die beiden Gruppen am Dienstag auf einer Hütte wieder treffen würden, wanderten alle voller Vorfreude los. Am Vormittag kamen beide Gruppen gleichzeitig an der Hütte am Taumevatn an. Den Mittag über verbrachten die Schüler mit gemeinsamen Spielen, Erzählungen und einer Unterrichtsstunde in nordischer Mythologie. Hier genossen alle die warmen und trockenen Betten.  

Ohne Karte suchen sich die Schüler den Weg durchs Fjell

Auf dieser Tour war die Herausforderung an beide Gruppen, den eigenen Hinweg der letzten drei Tage zu beschreiben und den der jeweils Anderen dann nur mit Kompass zu bewältigen - ohne Karte. Während die einen Schwierigkeiten mit dem Weg durch die Wildnis hatten, folgten die anderen ohne Probleme dem markierten Wanderweg, auf welchem Gruppe 1 gekommen war. Am Ende hatten beide wieder einen guten Lagerplatz, doch wegen einsetzenden Regens wurden alle tagsüber und in der Nacht sehr nass.  

Am Donnerstagmorgen brachen alle schnell auf. Während die eine Gruppe Probleme mit Starkwind und so große Orientierungsschwierigkeiten hatte, dass sie fast im Kreis lief, kam die andere gut voran und hatte schnell die Gesamtstrecke geschafft, sodass sie noch ein Stück weiter zu einer Hütte laufen konnten, bevor es dunkel wurde. Während sie so im Trockenen und Warmen schlafen konnten, verbrachten die Anderen erneut eine Nacht in Kälte und Nässe.  

Am Ende kommen alle wohlbehalten ins College zurück

Am nächsten Morgen beeilte sich Gruppe 2 zum Parkplatz am Håhedlarvatn zu kommen, um schnell mit den Autos das Outdoor College zu erreichen. Während Gruppe 2 bereits Material verräumte, wanderte Gruppe 1 noch ein ganzes Stück, bis sie schließlich auch ins Outdoor College gebracht wurde.