Outdoor-College? Was ist das?

Das Outdoor-College ist ein Schulprojekt für deutsche Schüler in Sirdal, Südnorwegen. Die Schüler können im ersten Halbjahr der neunten Klasse
für sieben Monate nach Norwegen gehen.

In Zahlen heißt das:

  • 28 Schüler aus ganz Deutschland
  • 7 Monate Norwegen (August bis Februar)
  • 8 Teamer und Lehrer
  • 2 Outdoortrainer
  • 40 Huskys
  • Unterricht im Freien
  • 7 aufregende Touren

Aufegpasst! Die Bewerbungsphase für das nächste Schuljahr startet im Februar. Interessierte Achtklässler können sich dann bewerben unter: www.outdoor-college.de.

Werwolf-Alarm auf der Hütte  

Ein Bericht von Mona Schuy und Paul Schneider    

Das Outdoor College ist ein siebenmonatiges Naturschulprojekt in Südnorwegen. Für uns 26 Schüler und Schülerinnen der neunten Klasse steht der Umgang mit der Natur sowie die Entwicklung zur Eigenständigkeit im Vordergrund. Neben dem normalen Schulalltag stehen für uns auch an normalen Tagen Besuche auf der Sirdal Huskyfarm oder die Regelung des Haushaltes, sowie das Kochen auf dem Plan. Jeder Monat wird mit einer Tour oder anderen Outdoor-Aktivitäten abgerundet.  

Am Dienstag, den 23. Oktober, brach die erste Gruppe zu einer sechsstündigen Wanderung von Skreå zur Hütte Støle auf. Trotz schlechten Wetters gelang es der ersten Gruppe, ohne Teamer den 13 Kilometer langen Weg vor Sonnenuntergang zu bewältigen. Währenddessen machte die zuhause gebliebene Gruppe mit dem normalen Alltag weiter – mit dem Unterschied, dass kein regulärer Unterricht stattfand.   „

Werwolf-Jagd“ und Nachtwanderung bescheren den „Hüttenschülern“ spannende Momente  

Mittwoch und Donnerstag wurde jeweils nach langem Ausschlafen Frühstück gemacht. Mittags ging es mit Unterricht und selbstgestaltetem Programm der Schüler weiter. Abends wurde bei Kerzenschein gekocht und bis mitten in die Nacht „Werwolf“ gespielt. Abends fand gegen 23 Uhr eine Nachtwanderung statt, deren Ziel es war, ohne von anderen Mitschülern erschreckt zu werden zur Hütte zurückzufinden. In der Schule kümmerte sich derweil die andere Hälfte um das Training der Huskys und die Grundreinigung des Schulgebäudes.  

Freitags wurde die Hütte am frühen Morgen gesäubert, sodass die Gruppe schon um 10 Uhr aufbrechen konnte und den Rückweg in vier Stunden bewältigte. Da sie noch 20 Minuten auf die Autos warten mussten, um zurück ins Outdoor College zu gelangen, warten mussten, beschlossen sie kurzerhand, sich in Schlafsäcken auf den Parkplatz zu legen. Derweil machte es sich die andere Gruppe in der Schule gemütlich. Leider mussten wir einen Teamer von uns verabschieden, der nun für einen Monat nach Hause fuhr.  

Rollenwechsel: Die Hüttengruppe kehrt heim, die Schulgruppe wandert los  

Um 15 Uhr erreichte die Hüttengruppe erleichtert die Schule. Sie berichteten der Schulgruppe begeistert von ihren Tagen auf der Hütte. Am Wochenende genossen wir die gemeinsamen Tage und begrüßten eine neue Teamerin mit Kuchen und einer kurzen Namensrunde.  

Nach dem gemeinsamen Wochenende ging es am Dienstag nun für die zweite Gruppe auf die Hütte Støle. Bei schönem Wetter bewältigten sie die Wanderung innerhalb von 5 Stunden. Vielen schmerzten danach allerdings die Füße. Die andere Gruppe ging wieder einmal ihren normalen Tätigkeiten nach und half der neuen Teamerin, sich hier im Outdoor College einzuleben.  

Nach den Abenteuern kehrt wieder Alltag ein  

Mittwoch und Donnerstag verliefen ähnlich wie in der vorherigen Woche. Die neue Hüttengruppe machte wieder Unterricht und wir Schüler brachten uns gegenseitig unsere Hobbys bei, wobei wir lernten, wie man Karten mischt oder den Moonwalk macht.  

Am Freitag meisterte die Gruppe den Weg in 3,5 Stunden und erreichte die Schule voller Begeisterung über die vergangenen Tage. Alle zusammen unterhielten wir uns über die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Erlebnisse der Hüttenwochen und kehrten nach dem Wochenende wieder zum gewohnten Alltag zurück.