Auf ins Brutzelvergnügen
Sommerliche Grillgenüsse vom kompakten Tischgrill

Sommerzeit ist Grillzeit. Was gibt es Schöneres als an einem lauen Abend auf der heimischen Terrasse oder Balkon den Grill anzufeuern und Würstchen, Steak oder Gemüse auf der heißen Glut zu brutzeln oder sich mit Freunden im Park zum gemütlichen Grillpicknick zu treffen?

Während der eine auf seinen klassischen Kohlegrill schwört und der nächste mit dem eigenen Smoker in Sachen Raucharomen noch einen drauf setzt, bevorzugen andere die Garmethode auf dem Gas- oder Elektrogrill. Neben den Großgeräten erfreuen sich auch kleinere Kompaktgrills wachsender Beliebtheit: Ihr unschlagbarer Vorteil: Sie passen auf den kleinsten Balkon und sind auch unterwegs bequem zu transportieren.

Ein besonders ausgetüfteltes Modell hat die Firma Feuerdesign mit dem Vesuvio auf den Markt gebracht. Der kompakte Tischgrill wird mit Kohle beheizt, mit Brennpaste angefeuert und soll dank akkubetriebenem Lüfter in minutenschnelle einsatzbereit sein. Wir haben den Grill einmal genauer unter die Lupe genommen – mit einem sommerlichen Schweden-BBQ.

Punkt 1: Die Ausstattung

  • Außengehäuse aus pulverbeschichtetem Stahl
  • Innenschale aus Edelstahl
  • Anzündteller aus Edelstahl
  • Kohlenkorb aus Stahlgeflecht mit Deckel
  • Grillrost aus Edelstahl mit seitlichen Klips zum rutschfesten Befestigen am Gehäuse -         
  • Lüftermotor inklusive 1000 mAh-Akku
  • microUSB-Ladekabel (vor Inbetriebnahme aufladen)
  • Tasche mit Trageriemen
  • Bedienungsanleitung
  • Gratis: Grillzange mit Silkon-verstärktem Griff und Spitzen (feuerfest)

Geliefert wird der Grill in einer runden Tragetasche, deren Gurte lang genug sind, ihn über die Schulter tragen zu können. Dank der leichten, aber robusten Bauweise aus dünnwandigem Edelstahl stellt er einen auch bei einer weiteren, mit Grillgut bepackten Picknicktasche vor keine große logistische Herausforderung. Er ist zwar nicht gerade für die Tageswanderung geeignet, taugt aber locker für den Spaziergang zum nahegelegenen See oder Park.  

Im heimischen Garten oder auf dem Balkon darf der Grill getrost auf dem Esstisch geparkt werden. Ein vorsorglich unter dem Grill platzierter Tischschutz aus Holz hat sich im Test als überflüssig erwiesen. Dank seiner doppelwandigen Konstruktion erwärmt sich das Außengehäuse des Grills nur minimal und lässt sich während des Betriebs durchgehend gut anfassen und auch ohne Verbrennungsrisiko umstellen. Dank breiter Füße aus Gummi steht der Grill zudem wackelfrei und stabil.  

Auf dem rund 33 cm breiten Grillrost findet Grillgut für drei bis vier Personen gut Platz. Für mehr Gäste sollte man mehr Zeit und Grilldurchgänge einplanen oder auf das größere Modell zurückgreifen.  

Punkt 2: Aufbau und Angrillen

Die Innenschale wird am Außengehäuse festgeklickt. Auf den Anzündteller in der Mitte wird ein wenig Brennpaste gegeben und angezündet. Der mit ca. 250 g Holzkohle gefüllte Kohlenkorb (im Test haben wir proFargus-Tischgrillkohle verwendet) wird in die Schalenmitte gestellt, der Akkulüfter in das dafür vorgesehene Fach an der Außenseite geschoben und angeschaltet.  

Bei Lüftung auf höchster Stufe sind die Kohlen bereits innerhalb von 2-3 Minuten rotglühend und der Grillspaß kann beginnen. Bis zu 300 Grad sind möglich. Während des Betriebs haben wir den Lüfter auf mittlerer Stufe weiterlaufen lassen. Insgesamt lieferten die Kohlen circa 1 ½ Stunden starke Hitze zum Grillen.  

HINWEIS: Für einen zweiten Grillgang kann man den Rost und den Deckel des Kohlenkorbs vorsichtig mit der Grillzange entfernen, frische Kohle nachschütten und über den Lüfter reguliert durchglühen lassen.  

Punkt 3: Der Grilltest

Als Nordeuropa-Magazin landen bei uns natürlich nicht nur Würstchen auf dem Grill. Neben einer kleinen Vorspeise aus gegrilltem grünen Spargel (grüner Spargel, Olivenöl, Meersalz), haben wir mit Honig und schwedischem Whisky gebeizten Lachs mit Dill und Zitrone, Köttbullar-Bacon-Spießchen und mit Käse und Kochschinken gefüllte Schweinefilet-Röllchen auf der Glut gebrutzelt.  

Die Innenschale hat die Hitze beim Grillen gut reflektiert und gleichmäßig an das Grillgut weitergeleitet, egal ob am Rand oder der Mitte des Rostes platziert. Dank des Deckels auf dem Kohlekorb konnte auch kein Fett direkt in die Glut tropfen und der sonst für Holzkohlegrills übliche Rauch blieb aus – am Tisch natürlich sehr angenehm.  

HINWEIS: Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man vor Beginn des Grillens ein klein wenig Wasser in die Innenschale geben. Es kann nicht an den etwas höher gestellten Kohlekorb gelangen, verhindert aber zusätzlich, dass heruntertropfendes Fett von den Seiten in die Kohle spritzen kann oder am Schalenboden festbackt.    

Punkt 4:Das Grillergebnis

Der vorgekochte Spargel war in den Pfännchen innerhalb von einer Minute hervorragend durchgegart. Die Köttbullar-Spießchen waren nach circa 6-8 Minuten knusprigbraun. Die Filetspießchen haben ebenfalls rund 8 Minuten gebraucht, etwas länger dagegen die klassische Grillwurst (Thüringer), ca. 10 Minuten.  

Am längsten Zeit nahm der Lachs in Anspruch. Hier sind natürlich Grills mit Garhaube ein wenig im Vorteil. Im Alufoliepäckchen und unter Wenden war aber auch der Fisch nach circa 15 bis 20 Minuten perfekt gar und leicht knusprig.  

Die Kohlenmenge reichte für 3x Neubestücken des Grillrostes und hätte vermutlich auch eine vierte Runde Grillgut durchgebrutzelt, wären nicht die Tester bereits satt gewesen.  

Punkt 5: Die Reinigung

Der abgekühlte Grill lässt sich ebenso schnell auseinander montieren, wie zusammenbauen. Der spülmaschinenfeste Rost und die Innenschale werden im Standardprogramm einer handelsüblichen Spülmaschine wieder nahezu blitzeblank. Arg festgebackene und verkrustete Stellen am Rost sollte man vorher jedoch mit einem Drahtschwamm oder einer Grillbürste entfernen. Gleiches gilt für evtl. festgebackene Stückchen in der Innenschale (im Test: heruntergetropfter Käse)  

Die kalte Asche kann man einfach aus dem Kohlebehälter ausklopfen.    

Last but not least: Das Nordis-Fazit

Der Vesuvio ist eine echte Empfehlung für alle Grillfans, die daheim über wenig Platz verfügen oder aber gerne mobil unterwegs sind und auch im Urlaub nicht auf frischgegrillte Wurst und Steaks verzichten möchten.

Im mehrmaligen Test überzeugte vor allem die praktische und unkomplizierte (narrensichere) Handhabung vor, während und nach dem Grillen.

Der Grill ist je nach Kohlensorte nahezu komplett rauchfrei (gut bei nörgeligen Nachbarn) und lange genug heiß (dank Lüftung bis zu 300 ° C)  für perfekte Garergebnisse. Ideal für den heimischen Balkon, den nächsten Camping-Urlaub oder das spontane Grillpicknick mit Freunden.

Das Modell ist u.a. in grün und schwarz erhältlich: 129,95 € /www.unterwegs.biz

Herzlichen Dank an Unterwegs, dass wir den Vesuvio testen durften!

Das Wirkungsprinzip von Vesuvio: