Wandern mit Kindern

Die Wandermöglichkeiten in Skandinavien sind ebenso vielfältig wie die abwechslungsreiche Natur. Während es Bergziegen und Gipfelstürmer nach Norwegen, Island oder in die nördlicheren Gefilde von Schweden zieht, so sind kleine Wanderer im waldreichen aber weniger bergigen Finnland schon wesentlich leichter zu Fuß unterwegs. Besonders gut für Familientouren eignen sich auch die gut ausgebauten Küsten- und Fernwanderwege in Dänemark und Süd- und Mittelschweden.

Allgemeine Wanderinfos

Wandern im Norden

Infos zu Wegstrecken, Hüttenunterkünften, Tagestour-Tipps, uvm. bekommt man z.B. bei den nordischen Wandervereinen und den Tourismusverbänden der einzelnen Länder.  

Dänemark
Auch wenn Dänemark ein eher kleines Land mit wenig gebirgiger Landschaft ist, so bieten doch insbesondere die Fernwanderwege entlang der Küsten (z.B. Bornholms Küstenwanderweg oder der Küste-zu-Küste-Pfad) abwechslungsreiche Wandererlebnisse.  Weitere Infos findet man bei Visit Denmark.

Finnland
Im ganzen Land gibt es tolle Wanderstrecken, die auch Wanderanfänger und Kinder gut meistern können. Schwierige Klettersteige und hohe Gipfel gibt es keine, dafür muss man damit rechnen, in manchen Gegenden komplett auf sich allein gestellt zu sein. In den Hütten des staatlichen Forstbetriebs, die man in stärker frequentierten Wandergegenden findet, darf kostenlos übernachtet werden. Mehr Infos beim finnischen Wanderverbund.

Island
Es muss ja nicht gleich der Laugavegur sein – viele der isländischen Wanderwege lassen sich auch in kürzeren Tagesetappen mit Kindern erwandern. Doch egal ob bei Wandertouren im Inland oder an der Küste, sollte man hier auf jeden Fall zu jeder Jahreszeit mit Wetterumschwüngen rechnen und die entsprechende Outdoorkleidung im Wandergepäck dabei haben. Allgemeine Infos zum Thema Trekking in Island bekommt man hier.

Norwegen
In kaum einem anderen nordischen Land findet man so gute Wandergebiete wie in Norwegen. Schließlich findet man hier auch die höchsten Gipfel Skandinaviens. Diese zu erklimmen empfiehlt sich vielleicht nicht mit Kind und Kegel im Gepäck, aber das gut ausgebaute Wandernetz eignet sich hervorragend auch für kürzere Tagestouren. So kann man sowohl im Hochgebirge, als auch an den Fjorden und direkt an der Küste in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden von Hütte zu Hütte wandern oder von einer festen Unterkunft aus auf Wandertour starten. Bei Fragen hilft die Norske Turistforeningen gerne weiter.

Schweden
Gemütliche Wanderungen durch die südschwedischen Wälder oder Hüttentouren im einsamen Fjäll – Schweden ist ein ungemein vielseitiges Wanderland und bietet vom kürzeren Küstenspaziergang, über abwechslungsreiche Erlebniswanderungen bis hin zu mehrtägigen Gebirgstouren für jeden Geschmack und jede Durchhaltekraft die passenden Touren. Übernachtungsmöglichkeiten für Mehrtagestouren bieten die Wanderhütten der Svenska Turistföreningen (STF).

Tipps für die Tour mit Kindern

Tipps für die Wandertour mit Kindern

Zum Wandern braucht es eigentlich nicht viel. Raus aus dem Ferienhaus hinein in den småländischen Wald und los geht die Tour auf Schusters Rappen. Auch kleinere Kinder haben - ausreichend Spielpausen und Picknick eingeplant - bereits viel Spaß an Wanderausflügen. Das A und O ist natürlich wie bei jeder Wanderung die richtige Ausrüstung.    

Wanderschuhe sollten auf jeden Fall nicht zu groß und nicht zu klein sein, idealerweiseberiets vor dem Urlaub gut eingelaufen sein, trittfeste Profilsohlen haben und aus atmungsaktivem Material (z.B. GoreTex) gefertigt sein. Gut imprägniert halten sie die Füße trocken, sorgen beim Laufen für festen Halt und verhindern im Idealfall Blasen. Ebenfalls empfehlenswert: atmungsaktive Trekkingsocken mit Ballen- und Fersenpolster.  

Kleidung in knalligen Farben ist nicht nur modern, sondern auch praktisch. So verliert man die Kinder im Walddickicht oder bei nebligen Witterungsverhältnissen nicht so schnell aus den Augen. Wer öfter wandert, der sollte auch für die kleinen Mitwanderer Funktionskleidung besorgen. Sie ist nicht nur atmungsaktiver und leichter als herkömmliche Baumwollkleidung, sondern trocknet auch schneller, wenn sie mal nass wird. Da Kinder bekanntlich schnell aus Kleidungsstücken herauswachsen, lohnt es sich, auch mal auf Kinderflohmärkten nach bekannten Qualitäts-Outdoormarken Ausschau zu halten.

Auch wenn die durch Zecken übertragbare FSME in den skandinavischen Ländern weniger und hauptsächlich nur in Küstennähe verbreitet ist, sind auf allen Wandertouren lange Shirts und Hosen empfehlenswert. Im Zweifel sind sie bei warmen Temperaturen schnell hochgekrempelt, schützen aber insbesondere Kinder, die gerne einmal abseits des Weges im Unterholz herumkraxeln, vor Zecken und Insektenstichen. Bei Wanderungen im Gebirge oder bei hoher Regenwahrscheinlichkeit, sollte auf jeden Fall auch eine Regenjacke und ein Fleecepulli in in den Rucksack wandern. Wechsel- und ggf. Badekleidung findet hier idealerweise ebenfalls einen Platz. Gegen Sonnenbrand helfen Caps, Sonnenhüte oder Tücher. Sonnencreme und -brille sollten ebenfalls nicht fehlen.  

Hochwertige Rucksäcke gibt es bereits in kleinsten Kindergrößen mit kürzerem Rückenteilen und längenverstellbaren Gurtsystemen. Hier gilt die Regel: Kinder sollten nie mehr als 10% ihres eigenen Gewichts tragen. Bevor man auf große Wanderung startet, sollte man das Gewicht des gepackten Rucksacks am besten vorher schon einmal getestet haben, ehe unterwegs das große Jammern beginnt. ;) Besonders praktisch ist ein Rucksack mit von außen erreichbaren Seitenfächern in denen eine kleine Trinkflasche bequem Platz findet.

Ausreichend Trinkpausen sind auf jeder Wanderung unerlässlich. 1-2 Liter Wasser oder ungesüßter Tee gehören pro Person ins Wandergepäck. Alternativ sollten Trinkflaschen stets rechtzeitig, wenn sich unterwegs die Gelegenheit bietet, wieder aufgefüllt werden.

Picknick: Je nachdem wie lange man unterwegs ist und wie anstrengend der Weg ist, sollte man auch die Zahl Pausen einplanen. Ideal sind Snacks, die nicht gekühlt werden müssen und im Rucksack nicht matschig werden. Die klassische Stulle aus der Brotdose passt hier genauso, wie klein geschnittenes Gemüse oder Obst. Auch hartgekochte Eier, Nüsse, Käsewürfel, Knäckekracker oder Müsliriegel eignen sich gut als Wanderproviant.    

Last but not least sollte man auch immer damit rechnen, dass sich Kinder unterwegs verletzen können. Und selbst wenn die Tour über Stock und Stein ohne Schrammen und Kratzer verläuft, kann es beim besten Wanderschuh doch immer wieder mal zu schmerzenden Blasen kommen. Da ist man mit einem Notfall-Set bestens gerüstet, das neben Pflastern und Blasenpflastern auch Desinfektionsmittel oder Alkoholpads, Mullbinden und eine Pinzette (zur Zeckenentfernung!) enthält. Für alle Fälle empfiehlt sich auch ein kleines Hygiene-Set mit Müllbeuteln, Taschentüchern, Feuchttüchern oder feuchtem Toilettenpapier.  

Wandern mit Kleinkindern
Wer mit kleineren Kindern wandern will, die selbst noch nicht gut zu Fuß sind, sollte einplanen, sie auf Teilstrecken oder auf der gesamten Strecke tragen zu müssen. Ob im Tragetuch, im Tragerucksack oder Kraxe muss letztlich jeder selbst herausfinden. Am besten ist auch hier, sich vor dem Urlaub mit Verschiedenen Möglichkeiten vertraut zu machen, z.B. Modelle bei Bekannten oder Freunden zu leihen und auszuprobieren, um dann zu entscheiden, womit man selbst am besten zurechtkommt.      

Paddelspaß für Groß und Klein

Skandinavien kann auch wunderbar auf dem Wasser entdecken. Die weitläufigen Flüsse und Seen laden geradezu dazu ein, sie mit dem Kanu zu erkunden. Ob der gemeinsame Tagesausflug im Viererkanu oder die Mehrtagestour mit Gepäck und Zelt - Paddeln macht kleineren Kindern genauso großen Spaß wie Teenagern. In den Aktivitätszentren werden nicht nur Kanus vermietet, man bekommt auch Schwimmwesten, Packtonnen, Paddeleinweisungen und Hilfe bei der Tourenplanung.

Allgemeine Kanu-Infos

Mit Kajak oder Kanadier auf Paddeltour

Dänemark
Kanufahren wird in Dänemark immer populärer. An vielen Orten können inzwischen Kanus gemietet werden. Die Flüsse Gudenå und Suså bieten sich ebenso an wie die Skjernå und die Nørrå sowie auch zahlreiche Fjorde. Es gibt 40 befahrbare Wasserläufe und eine Vielzahl von Seen und Kanälen und natürlich das Meer. Infos gibt es beim dänischen Kanu & Kajakverbund.

Finnland
Finnland ist DAS Kanuland! Das Saimaa-Seengebiet mit seinen unzähligen Routenalternativen ist das beliebteste Kanuwandergebiet Finnlands. Im westlicheren Finnland sowie im Osten und Norden finden sich ebenfalls viele verlockende Routen. Kanuflüsse gibt es überall im Land. An den Flussrouten gibt es oft Feuerstellen und Unterkünfte. Diverse Reiseveranstalter bieten verschiedene Kanutouren für Familien und Gruppen an. Mehr Infos bekommt man beim finnischen Kanuverband:

Island
Auch in Island kann man mit dem Kajak durch die Gewässer stechen. Wer sein Boot zuhause lässt, kann an geführten Kajak- und Kanuexpeditionen teilnehmen. Sie werden z.B. organisiert von:

Norwegen
Fast überall in Norwegen kann man dem beliebten Paddelsport frönen, ob Meer, See oder Fluss. Zu empfehlen sind Kajaktouren auf den Flüssen Trysilelva und Sjoa. Erwachsene und älterer Seekajakfahrernachwuchs können im Schutz der Schären oder auf den unzähligen Fjorden auf Tour gehen. Vorschläge sind die Südküste und Ryfylke, aber auch der Geirangerfjord oder das Inselreich rund um Vega sowie die Lofoten und das Gebiet rund um Tromsø. Für Wildwasserfahrer ist die Sjoa ein gutes Ziel. Weitere Infos bietet Norges Padlerforbund.

Schweden
In ganz Schweden gibt es eine Unzahl von Paddelmöglichkeiten im Süß- und Salzwasser. Für Seekajakfahrer sind Ziele ersten Ranges die Schären der Bohuslänküste. Tolle Möglichkeiten gibt es auch an der Ostküste zwischen Öland und Stockholm, wobei der Schärengarten vor der Hauptstadt ebenso geeignet ist. Und ganz im Norden lockt das Inselgewirr rund um Luleå. Süßwasserpaddler kommenin Småland oder Dalsland auf ihre Kosten. Infos beim Kanuverband:

  • Nordis-Tipp: In Dalsland hat sich der Reiseveranstalter Kanuking den persönlichen Kontakt und die familiäre Atmosphäre auf die Fahnen geschrieben. Das Team bietet von einem erfahrenen Guide geführte Mehrtages-Touren durch die schwedische Wildnis an und auch Touren "auf eigene Faust" sind nach einer kleinen Paddelschule und Sicherheitsunterweisung möglich. Mehr Infos unter www.kanuking.de.

Mit dem Zelt ins Urlaubsabenteuer

Was gibt es für Kinder Spannenderes, als die Nacht im Zelt zu verbringen. Egal ob in der freien Natur oder auf einem der vielen familienfreundlichen Campingplätze - ein Zelturlaub in Skandinavien ist immer ein besonderes Urlaubserlebnis. Wild zu zelten, ist mit einem kleinen Zelt in Schweden, Norwegen und Finnland im Rahmen des Jedermannsrechtes gestattet, jedoch nur, wenn dadurch weder die Natur noch das Privateigentum von Grundstücksbesitzern in Mitleidenschaft gezogen wird.

Camping in Skandinavien

Mit dem Zelt unterwegs im Norden


Dänemark

In ganz Dänemark gibt es knapp 500 Campingplätze – da findet jede Familie den passenden Platz für ihr Zelt oder den Wohnwagen. Wer mag, kann sich auch eine Hütte mieten. Für die Übernachtung auf  muss man im Besitz eines gültigen Campingpasses (Camping Key Europe, in ganz Europa gültig) mit Jahresmarke sein, der bei der ersten Übernachtung gekauft werden kann (DKK 110). Für eine einzige Übernachtung auf der Durchreise kann auch der Transitpass für DKK 35 gekauft werden. Eine Übersicht über die Campinglätze gibt es auf den Seiten des Dänischen Campingverbandes unter www.daenischecampingplaetze.dk. Ein Teil der Plätzeist auch im Winterhalbjahr geöffnet. Infos auch unter Tel. +45-75 71 29 60 oder www.dk-camp.dk.

  • Nordis-Tipp: Südlich von Skagen bietet Skiveren Camping mit Minigolfanlage, Swimingpool, Kinderbad, Spielplätzen und der umittelbaren Nähe zum Strand ein familienfreundliches Urlaubsdomizil. Mehr dazu unter www.skiveren.dk.

Finnland
Rund 150 Campingplätze sind beim Finnischen Campingverband registriert. Viele der Plätze liegenan einem Gewässer und bieten beste Urlaubsbedingungen für Familien mit Kindern (Spielplätze, Leihfahrräder & -kanus, Kinderporgramm...). Nützlich ist die Camping Key Europe-Karte (16 Euro). Weitere Informationen beim FinnischenCampingverband unter www.camping.fi (auch auf Deutsch). Hier kann man auch eine aktuelle Campingbroschüre herunterladen oder bestellen.

Island
In ganz Island finden Campingfamilien rund 80 Plätze für Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt, die gewöhnlich zwischen Anfang Juni und Ende August geöffnet sind. Die Klassifizierung orientiert sich an internationalen Standards. Eine Übersicht über die Campingplätze gibt es unter www.visiticeland.com.

Norwegen
Ein hübsches Plätzchen für Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen nebst Kind und Kegel sollte bei insgesamt 250 Campinganlagen in ganz Norwegen sicher zu finden sein. Der Standard reicht vom einfachen 1-Stern-Platz bis zum luxuriösen Campinggelände mit 5 Sternen. Zahlreiche Plätze haben nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter geöffnet. Nützlich ist auch hier die Camping Key Europe-Karte (130 NOK). Infos unterwww.camping.no.

  • Nordis-Tipp: Randsverk Camping, zentral in den Bergen nicht weit vom Jotunheimen Nationalpark gelegen, bietet tolle Campinplätze und Hüttenunterkünfte mit Panoramablick auf die umliegenden Berggipfel. Ein prima Ausganspunkt für Rafting, Kayak-, Reit oder Radtouren, Wanderungen, Elch-Safaris oder einen Ausflug in den Kletterpark. Mehr Infos unter www.randsverk.no

Schweden
Mit über 500 Campingplätzen und mehr als 75.000 Stellplätzen sowie zahllosen Ferienhäusern und -hütten ist Schweden ein Paradies für Camper. Viele Plätze sind herrlich gelegen am Meer, an Flüssen und Seen oder im Gebirge. Für den Aufenthalt auf einem schwedischen Campingplatz benötigt man auf den meisten Plätzen eine Camping Key Europe-Karte ,mit der man außerdem eine Reihe von Vergünstigungen erhält. Etliche Campingplätze sind das ganze Jahr über geöffnet. Das Angebot an festen Domizilen auf den Plätzen reicht von der einfachen Hütte bis zum voll ausgerüsteten Ferienhäuschen für Selbstversorger; einige Campingplätze bieten zudem die Unterkunft in Jugendherbergen an. Infos beim Schwedischen Campingverband SCR unter Tel. +46-31-355 60 00 oder www.scr.se.

  • Nordis-Tipp: Sehr malerisch zwischen den Seen Lelången und Ärtingen liegt Dalslands Camping in der Mitte des großen Seen-Systems des Dalsland-Kanales. Besonders praktisch: der Campingplatz verleiht gleich die nötigen Kanus, Kajaks und Boote um auf den Seen auf Paddeltour zu gehen. Wer's ein bisschen komfortabler mag, findet hier neben Zeltplätzen auch Hütten und Zimmer. Direkt neben dem Campingplatz locken ein Sandstrand mit Steg, Sprungbrett und einer Sauna. Zur Homepage des Campingplatzes

Fahradfahren

Rauf auf den Sattel und kräftig in die Pedale getreten - Radfahren macht nicht nur Kindern Spaß. Mit dem Mountainbike durchs Fjell zu brettern ist auch für computerverwöhnte Teenager eine echte Urlaubsalternative.Das große und ausgeschilderte Radwegenetz in Skandinavien bietet für jede Altersgruppe und jeden Geschmack die geeigneten Strecken. Je nach Kondition sind auf einer Mehrtagestour Etappen von 20-70 km drin.

Weitere Nordis-Radfahrtipps

Mit dem Fahrrad im Norden unterwegs

Allgemein
Für Touren ohne schweres Gepäck ist ein Rad mit 7 Gängen ausreichend, besser ist ein Mountainbike mit mindestens 21 Gängen. Mit Zelt und sonstiger Ausrüstung empfiehlt sich ein gutes Trekkingrad. Wind- und wetterfeste Kleidung, gutes Werkzeugund die gängigsten Ersatzteile sollten in keiner Ausrüstung fehlen. Sehr umfassende Informationen zu Radreisen allgemein und Fahrradreisen nach Skandinavien bietet der allgemeine deutsche Fahrradclub unter www.adfc.de.

Dänemark
Es gibt ein nationales Fahrradroutennetz mit 11 Routen von insgesamt 3.000 km Länge, das ganz Dänemark abdeckt. Das durchgängige Symbol ist ein weißes Fahrrad auf blauem Grund mit Namen oder Nummer (1–10). Zusammen mit regionalen Routen besteht ein Netz von ca. 12.000 km ausgeschilderten Strecken. Dänemark ist kartografisch in 13 Radkarten eingeteilt (Maßstab:1:100.000). Zu beziehen bei der Geobuchhandlung Kiel, Tel. 0431-910 02, www.geobuchhandlung.de. Das Mieten von Fahrrädern ist grundsätzlich in vielenörtlichen Fremdenverkehrsbüros und Fahrradgeschäften möglich; Kosten: DKK 25–60 pro Tag und ca. DKK 150–400 pro Woche. Die Fahrräder sind zumeist in gutem Zustand. Die Mitnahme von Fahrrädern (ca. DKK 10–50) ist auf fast allen Bahnstrecken möglich, mäßige Preise dank Sammelkarte (auf allen Bahnstationen erhältlich); DSB-Info (Dänische Bahn).

Finnland
Auch für Finnland gilt: Viele kleine und einsame Straßensowie die geringen Höhenunterschiede bietenbeste Voraussetzungen für einen tollen Radurlaub. Empfehlenswerte Radgegenden und -strecken in Finnland sind die Via Finnland-Tour von Helsinki nach Vaasa, die Küstenroute von Turku nach Oulu, die Saimaa-Seentour, dieSchären Ost-Lappland-Tour, die Schärenregion von Turku und die Åland-Inseln. Allgemeine Infos zum Radfahren in Finnland:

Der Transport eines Fahrrades mit dem Zug kostet rund 10 €. Am Bahnhof sind Radtouristen selbst fürdas Ein- und Ausladen des Fahrrades verantwortlich. Ein Sitzplatz in InterCity-Zügen muss im Voraus gebucht werden.

Island
Wer das Land per Drahtesel erobern möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er wegen der schlechten Straßenverhältnisse und der unbeständigenWetterverhältnisse mit besonderen Schwierigkeitenzu rechnen hat. Die Fahrradmitnahme in den Linienbussen ist generell möglich, aber kann nicht sicher zugesagt werden. Mit kleineren Kindern ist ein Fahrradurlaub auf Island eher weniger zu empfehlen. Mit gut trainierten Jugendlichen sind natürlich Mountainbiketouren im unwegsamen Gelände auf der Insel besonders spannend. Informationen bei:

Norwegen
Eine Fahrradkarte Norwegen mit 75 Routenvorschlägen ist erhältlich bei der Geobuchhandlung in Kiel (s.o.) Der Fahrradtransport im Flugzeug ist möglich und kostet abhängig von der Fluggesellschaft rund 50 €, auf Fähren ca. 10 €. Die Fahrradmitnahme im Zug ist über die Landesgrenzen nicht möglich. Im Land: 24–48 Stunden (Hochsaison) vorher aufgeben (Info unter www.nsb.no). Die Mitnahme bei Inlandsflügen ist in größeren Maschinen möglich (Preis 30 €). Der Fahrradtransport im Bus ist oft möglich, man sollte sich jedoch vorher bei der Busgesellschaft erkundigen. Allgemeine Informationen zum Radfahren in Norwegen:

Schweden
Schweden ist wie geschaffen zum Radeln. Zahlreiche ausgeschilderte Routen erleichtern die Orientierung. Allgemeine Infos und Tipps zum Radfahren in Schweden gibt es beim schwedischen Fahrradklub:

Die Fahrradmitnahme in Zügen der SJ ist seit 2011 nicht gestattet. Auf bestimmten Strecken (z.B. Öresundtåg) gibt es die Möglichkeit, sein Rad mitzunehmen. Unter www.trafikverket.se kann eine Karte heruntergeladen werden. Die Fahrradmitnahme kostet rund 20 €.  

Klettern in Skandinavien

Keine Frage: Klettern ist eine faszinierende Sportart. Skandinavien bietet hierfür viele Möglichkeiten. Doch während alpines Klettern allenfalls erst für sportlich- und klettererprobte Jugendliche geeignet ist, kommen bei ersten Kletterversuchen in Kletterparks und in Kletterhallen oder beim "Durch-die-Bäume-Schwingen" in Hochseilgärten auch jüngere Kinder auf ihre Kosten.

Hochseilgärten & Kletterparks


Dänemark
Mit gleich zwei Kletterparks kann das dänische Unternehmen Klatreskoven aufwarten. In Roskilde und Kopenhagen versprechen die abenteuerlichen Parcours, bei denen auch schon mal Autos oder Einkaufswagen zwischen den Baumwipfeln durchklettert werden, abwechslungsreiches Klettervergnügen. Gestaffelt sind die Bahnen in fünf Schwierigkeitsstufen: gelb, grün, blau, rot und schwarz. Die gelben Bahnen in 1,5 Metern Höhe dürfen bereits im Alter von 3 Jahren geklettert werden, Schwarz erfordert ein Alter von 14 Jahren und eine Mindestgröße von 150 cm. 3 Stunden Klettern inklusive Ausrüstung und Einweisung kosten 100 Dk bis zum Alter von 15 Jahren, ab dann 200 DK. Für Kinder, die nur die gelbe Kinderbahn klettern, kostet der Eintritt 50 DK. 

  • Klatreskoven Carlsberg
    Pasteurvej 8-10
    1799 København V

Finnland
In Turku lockt der Flowpark aktive und abenteuerlustige Familien. Insgesamt bieten hier zwanzig abwechslungsreiche Parcours mit über 130 verschiedenen Stationen in bis zu 20 Metern Höhe Kletterspaß vom Feinsten. Die großen Parcours erfordern ein Mindestalter von 7 Jahren und eine Mindestgröße von 120 cm. Die drei in Bodennähe angelegten Kinderparcours eignen sich für kleine Abenteurer ab 3 Jahren oder älter.

Norwegen
Der Kletterpark Galdhøpiggen in Lom besteht aus 8 Bahnen inklusive einer Übungsroute und einem Kinderparcours und eignet sich für Gruppen und Familien gleichermaßen. Neben verschiedenen Seilrutschen warten hier in Höhen bis zu 12 Meter verschiedene Heraussforderungen auf große und kleine Klettermaxe. Der Kinderparcour ist so angelegt, dass Eltern oder Betreuer die Kinder beim Klettern begleiten können und ggf. helfend eingreifen können. Er kann am Stück oder in mehreren Abschnitten geklettert werden. Insgesamt hat der Park 76 Plattformen darunter auch eine Extremloipe für diejenigen, die die ganz besondere Herausforderung suchen (Mindestgröße 160 cm!). Eintritt: Über 140 cm Körpergröße 340 NOK, älter als 7 und zwischen 110-140 cm groß 250 NOK, Kinder unter 110 cm Größe und zwischen 4-7 Jahren alt 100 NOK.

Schweden
Nicht weit vom Stockholmer Slussen entfernt bietet die "Äventyrsbana" Kletterspaß am Boden und zwischen Baumwipfeln. Besonderer Adrenalinkick ist die rasante Abfahrt an der Zip-Line bei der man im teils freien Fall Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h erreichen kann.

Kletterparcoure für große und kleine Besucher hält auch der Sörsjöns Äventyrspark nördlich von Norrköping bereit. Hier versprechen insgesamt 15 Hochseilbahnen in 2 bis 20 Meter Höhe und die 375 Meter lange Seilrutsche Kletterspaß.   2- 2,5 h kosten rund 350 SEK.  Größere Gruppen sollten im Vorfeld reservieren. Die Ausrüstung wird vom Park gestellt. Nach einer kleinen Einweisung darf munter drauf losgeklettert werden. Kinder unter 10 Jahren müssen in Begleitung eines Erwachsenen klettern. Mit Hilfe einer Begleitperson sind die gelben Kinderbanen in zwei Metern Höhe auch schon von 3-4-jährigen zu schaffen.

"Das größte Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde"

Für kleine und große Pferdenärrinen und -narren sind die nordeuropäischen Länder, allen voran Island, ein Traumurlaubsziel. Die weiten Landschaften und Küstenstriche bieten beste Bedingungen für Tagesausritte oder mehrtägige Trekkingtouren im Sattel. Oftmals ermöglichen auch Ferienbauernhöfe die Gelegenheit zu kleineren, mehrstündigen Reitausflügen für die ganze Familie. Pferdestriegeln inklusive.

Reiturlaub in Skandinavien


Dänemark
Pferde kann man auf vielen Bauernhöfen für einen Ausflug ausleihen. Auch in Ferienzentren, in der Nähe von Campingplätzen und an den Stränden bestehen oft Reitmöglichkeiten. Besonders viele Reitzentren findet man in Ostjütland. Preise ca. DKK 75–200/Std., DKK 200–600/Tag.

Finnland
In Finnland gibt es ca. 250 Reitklubs, die meistenbetreiben auch eine Reitschule. Information bei der:

Island
Viele Reiter- und Bauernhöfe bieten Reitferien und Ausflüge an. Es gibt zahlreiche Veranstalter. Bei Icelandic Farm Holidays (www.farmholidays.is) ist die Broschüre "Ferien auf dem Bauernhof" mit zahlreichen Reiterhof-Adressen erhältlich. Viele Island-Reiseveranstalter bieten auch längere Reittouren (1–2 Wochen) in verschiedenen Landesteilen an. Infos zum Reiten auf Island bei

Norwegen
Es ist fast überall in Norwegen möglich, Pferde zu leihen oder Reitunterricht zu nehmen. Ebenso kann man an organisierten Tages- oder Wochentouren teilnehmen. Information bei

Schweden
Viele Reitschulen bieten Kurse und Camps an. EtwasBesonderes sind mehrtägige Geländeritte im Fjäll.Information beim

Ein Verzeichnis der Reitcamps gibt es beim Sveriges Ridläger (www.ridlager.se).

Schwimmvergnügen im hohen Norden

Die skandinavischen Gewässer locken bei sommerlichen Temperaturen nicht nur einheimische Badegäste. Egal ob an der dänischen Nordseeküste oder im schwedischen Inlandsee - Baden und Schwimmen ist nahezu überall gestattet. Vielerorts finden sich sogar extra ausgezeichnete Naturschwimmbäder und Badestrände. In Island sind auch die Thermal- und Schwimmbäder ein besonderes Highlight für kleine und große Wasserratten.

Strände & Schwimmbäder

Dänemark

Eine gute und sehr ausführliche Übersicht über die schönsten dänischen Badetrände findet man auf der Homepage des dänischen Tourismusverbandes Visit Denmark. Darüber hinaus bieten unterschiedlichste Hallen- und Spaßbäder eine nass-vergnügliche Schlechtwetteralternative, z. B.:

Finnland

Einer der beliebtesten Badestrände bietet die Bucht von Yyteri in Pori. Doch auch andernorts an der Küste, z. B. am Sandstrand von Kalajoki und an den unzähligen Seen in Seenfinnland lässt das Badevergnügen nicht auf sich warten. Und auch auf den Åland-Inseln finden kleine und große Wasserratten schöne Sand- und Felsenstrände, die zum Sonnen und Baden einladen. Außerdem bieten in größeren Städten Hallen- und Spaßbäder eine gute Bade- und Plantschalternative:

Island

Island ist berühmt für seine heißen Quellen und Thermalbäder, die man überall im Land findet. Zu den berühmtesten zählt die Blaue Lagune. Aber auch das Myrvatn Nature Bad lockt Jahr für Jahr zahlreiche Besucher. Und auch öffentliche Schwimmbäder sind aus Island nicht wegzudenken. Zahlreiche  findet man bereits in Islands Hauptstadt (Mehr Infos bei Visit Reykjavík).

Norwegen

Vor allem die Strände in Südnorwegen locken im Sommer zu Badeausflügen. Zahlreiche von ihnen sind mit dem Öko-Siegel der Blauen Flagge ausgezeichnet. Eine umfangreiche Übersicht über die Badestrände und beliebtesten Freizeitbäder bietet die Seite von Visit Norway.

Schweden

Ob auf Öland, Gotland, in Südschweden, entlang der Westküste, an einem der zahlreichen Seen im Inland oder in den Stockholmer Schären - Bademöglichkeiten finden sich in Schweden zahlreiche. Zu den schönsten und beliebtesten Stränden und Strandbäder zählen u.a. der Ribersborg Strand bei Malmö, Tylösand bei Halmstad, Falsterbro und Lomme Strand in Skåne, Pite Havsbad bei Piteå, Tofta Strand auf Gotland, Varamobaden am Vätternsee bei Motala, Långholmen in Stockholm, Böda Sand auf Öland und das Siljansbad am Siljansee in Rättvik.

 

 

Rafting

Flüsse und Bäche, die sich in wilden Windungen und Stromschnellen durch Bergtäler und raue Landschaften graben findet man in Skandinavien in großer Zahl. Hier kann man gerade mit älteren Kindern und Jugendlichen abseits der gemächlicheren Paddeltour das Wasserabenteuer suchen. Professionelle Anbieter findet man viele. Bei den meisten geht es in einer Gruppe von 6-12 Personen im Schlauchboot auf Wildwassertour.

Mehr zum Thema...

Rafting - kommt von "raft" und bedeutet soviel wie Floß. Dabei werden die Wildwasserabenteuer heute meistens in Schlauchbooten für Gruppengrößen von circa 6-12 Personen angeboten, manchmal auch in größeren Booten.

Die rasante Fahrt durchs Nass hat in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit zugenommen und ist heute fester Bestandteil des nordischen Outdoorangebots. Die unterschiedlichen Veranstalter haben sowohl Familientouren als auch Fahrten mit höherem Schwierigkeitsgrad im Angebot. Schwimmwesten und Schutzausrüstung werden dabei ebenso wie das Boot gestellt. Geeignete Raftingorte sind z.B. in Finnland Lieksa und Ruuka, in Norwegen Evje, Vågå, Voss und Geilo und in Schweden Vindeln, Åre und Järpen. Kontakte zu den Raftinganbietern vermitteln die Tourismusbüros oder auch die Campingplätze vor Ort.  

Winterurlaub mit Kindern

Auch in der kalten Jahreszeit eignen sich die skandinavischen Länder, hervorragend für Familienurlaube. Schließlich kann man hier im Norden noch richtigen Winter erleben. Verschneite Wälder, zugefrorene Seen und Eiszapfen am Ferienhausdach haben auch für Kinder einen ganz eigenen Charme. In zahlreichen Wintersportgebieten kann man mit Schlitten oder Skiern die Pisten hinabsausen, sich in Langlauf erproben, Schlittschuh laufen oder auf einer geführten Wanderung mit Schneeschuhen durch den Wald stapfen. Schneemannbauen inklusive!

Wintersport im Norden

Skispaß für Groß und Klein


„Familie“ wird in Skandinavien groß geschrieben. Da ist es selbstverständlich, dass sich auch die Skigebiete von einer besonders kinderfreundlichen Seite präsentieren. Neben kindgerechten Skipisten und Liften, die an das Alter, Können und Größe angepasst sind, gehören daher auch jede Menge Action im Schnee zu den Angeboten, die die beliebten Wintersportgebiete in der Winter- und Osterferienzeit für kleine Besucher bereit halten.  

Finnland
Skifahren ist in Finnland sozusagen Nationalsport. Hier stehen die Kinder meist schon sobald sie laufen können auf den Brettern. Insgesamt gibt es in Finnland rund 75 Wintersportgebiete, meist jedoch kleinere Berge in der Nähe von Städten und Dörfern. Sie sind für Familien mit kleineren Kindern meist schon ausreichend. Wer jedoch richtig Alpin-Ski fahren möchte, den zieht es nach Lappland zu den „Großen Vier“. Die Wintersportgebiete im Norden Finnlands – Levi, Ylläs, Pyhä-Luosto und Ruka – liegen rund 500 bis 700 Meter über dem Meeresspiegel und haben bis zu 3 km lange Skipisten vom Anfängerhügel bis zur schwarzen Buckelpiste. Doch anders als in den bevölkerten Wintersportorten in Mitteleuropa geht es hier wesentlich familiärer und entspannter zu – Drängeleien an Skiliften oder waghalsige Überholmanöver auf der Piste sind eher eine Seltenheit.  
Norwegen
Trysil ist das größte Skigebiet Norwegens und eine der beliebtesten Gebiete in ganz Skandinavien. Hier geht es bis auf 1.100 Meter Höhe hinauf. Die längste Abfahrt führt über 5,4 km hinunter ins Tal. Für Kinder gibt es hier einen eigenen Skipark mit Wellenbahn und Abenteuerparcous. Außerdem gibt es an jedem Lift eigene Kinderzugänge. Mit Helm fahren Kinder im Alter bis 8 Jahre kostenfrei.

Im familienfreundlichen Hemsedal sind Kinder gern gesehene Gäste. Hier gibt hier das größte Areal für Kinder in ganz Norwegen. Im „Minipark“ Gaupeland sorgen überdachte Förderbänder, Tipi-Zelte und und eine unterhaltsame Kinderbetreuung dafür, dass das Vergnügen im winterlichen Schnee nicht zu kurz kommt.

Herzlich willkommen sind Familien und Kinder auch im Skigebiet von Myrkdalen. Hier gibt es an der Talstation einen eigenen Kinderbereich mit Förderband und zwei Tellerliften. Die breiten Abfahrten im gesamten Skigebiet sind zudem bestens geeignet, um mit der gesamten Familie die Hänge hinabzusausen. An den Wochenenden und zu den Ferienzeiten sorgen außerdem Skirennen für Kinder für Fahrspaß. Mit etwas Glück trifft man dann sogar die Maskottchen Mikkel und Mikkeline auf der Piste.

Von der familienfreundlichen Seite präsentiert sich auch das älteste Skigebiet Norwegens in Geilo in der Provinz Buskerud. Von den Anfängen in den 1930er Jahren bis heute hat sich Geilo zu einem modernen Wintersportgebiet mit mehr als 24 Pistenkilometern, Snowboard-Parks, Langlaufstrecken, Bergrestaurants und Hotels entwickelt. Eine Besonderheit ist die Kinderbetreuung von unter Achtjährigen im Trollklubben, einem Kindergarten, in dem einheimische wie Ferienkinder gleichermaßen willkommen sind. Ein Tagesbetreuungsplatz kostet etwa 80 €, cica 330 e für eine Woche.  

Schweden
In Schweden findet man die meisten kinderfreundlichen Skigebiete im Fjäll. Die hohen Lagen im skandinavischen Gebirge garantiert zwischen Weihnachten und Ostern Schnee in rauen Mengen. Überall gibt es spezielle Pisten für Kinder, besondere Kinderskilifte und kindgerechte Skischulen. Meistens findet man familienfreundliche Unterkünfte in ziemlicher Nähe zu den Pisten und auch die Restaurants der Regionen sind auf kleine Besucher bestens eingestellt.

Åre, eines der größen Skiressorts in Skandinavien, verspricht mit insgesamt mehr als 100 Pisten in allen Schwierigkeitsstuen von grün bis schwarz Skivergnügen für alle Altersklassen. Für Familien eignet sich vor allem die leichteren, auf Kinder zugeschnittenen Pistenstrecken im Gebiet Åre Björnen. Auch in Branäs gibt es nebenrund 24 Skipisten in allen Schwierigkeitsgraden eigene Abfahrten für Kinder.

In Isaberg, dem größten Skigebiet in Südschweden, gibt es für Kinder neben den eigenen Skipisten auch eigene Skikurse und Betreuungsangebote. So kommen auch die Eltern, während sie ihren Nachwuchs gut aufgehoben wissen, skifahrerisch auf ihre Kosten. Isaberg ist von Deutschland aus bestens mit der Fähre zu erreichen(z.B. mit Stena Line von Kiel nach Göteborg). Ganz in der Nähe liegt außerdem noch das kleinere Skigebiet Mullsjö.  


Haben Eltern oder Kinder wider Erwarten einmal genug von Ski und Pistenrummel, findet man in den meisten Wintersportgebieten auch zahlreiche familiengeeignete Alternativen. Rodelbahnen, Indoor-Spieleparks oder Schneescootersafaris sind nur einige von zahlreichen Familienaktiväten, die sich im Winter anbieten.

Wie wäre es z.B. mit einer Schneeschuhwanderung?  Je nach Kondition und mit der richtigen Outdoorwinterkleidung gerüstet, können auch 6-jährige schon kürzere Touren durch verschneite Landschaften meistern. Die Ausrüstung – die Schneeschuhe selbst und ein paar Stöcke – kann vor Ort im Hotel oder im Sportgeschäft geliehen werden. Viele Verleiher haben auch die passenden Schneeschuhe in kleineren Größen vorrätig. Wichtig ist vor allem die passende Winterkleidung, idealerweise eine wasserfeste, warme Ski- oder Wanderhose und vor allem feste Stiefel. Am sichersten ist man bei einer geführten Tour unterwegs, bei der der Guide die Streckenanaforderungen kennt und eine entsprechend kindgerechte Route wählen kann. Infos bekommt man bei den Hotels, Ferienunterkünften und Tourismusinfos vor Ort.  

Auf Kufen übers Eis gleiten – Schlittschuhlaufen
Der lange und oft kalte Winter in Skandinavien lässt meist zu Beginn des Winters die Seen und auch das Meer zufrieren. Liegt dann noch kein Schnee oder ist dieser bereits wieder geschmolzen, ist die glatte Eisfläche das ideale Terrain für lange Ausflüge auf den schmalen und langen Kufen. Ideal dafür sind in Finnland die Seenregion um Kuopio und die Åland-Inseln oder in Schweden der Schärengarten vor Stockholm sowie die Seen in Dalsland und Värmland. Allerdings gehört ein wenig Glück dazu, um gute Eis und Wetterbedingungen zu erwischen. In jedem Fall sollte man sich nur mit einem erfahrenen Guide und der passenden Ausrüstung auf das Eis wagen, denn Strömungen können die Fläche instabil werden lassen und sogar zu gefährlichen Rissen führen.  

Tierisches Vergnügen: Hundeschlittentour

Hundeschlittentouren sind auch schon mit kleineren Kindern gut zu meistern. Wichtig ist die richtige Kleidung. Warm eingepackt und in zusätzliche Decken gemummelt kann der Nachwuchs die Fahrt im Schlitten genießen, während Mama oder Papa auf den Kufen stehend lenkt und steuert. Ältere Kinder und Jugendliche lassen es sich meist nicht nehmen, selbst ihr Glück als Musher zu versuchen. Je nach Veranstalter dürfen Kinder bereits ab 10-12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen ein eigenes Gespann lenken.

Mehr zum Thema...

Mit dem Hundeschlitten übers Eis

Hundeschlittentouren in Skandinavien erfreuen sich ungemeiner Beliebtheit. In der Tat ist eine solche Fahrt ein eindrückliches Erlebnis, das mit wild jaulenden, gleichwohl gutmütigen Hunden beginnt, die nur eines wollen: laufen, laufen, laufen.

Ist man dann in der verschneiten Winterlandschaft unterwegs ,hört man nur noch das Gleiten der Kufen und sonst nichts. Je nach Veranstalter und Tour steuert man sein Gefährt selbst oder nimmt auf dem Schlitten Platz. Angeboten werden kurze Schnuppertouren oder mehrtägige Ausflüge, bei denen man ein enges Verhältniszu den Huskys entwickelt. In vielen Orten, vor allem in Nordskandinavien, werden Hundeschlittentouren veranstaltet.

Ein guter Tipp in Norwegen ist beispielsweise der Hundeschlittenpionier Björn Klauer in Innset. Aber auch im Pasviktal bei Kirkenes sowie in Karasjok, Tromsø und Alta kann man aufden Hund kommen. In Schweden sind Arvidsjaur, Kiruna, Riksgränsen oder das Fjäll Dalarnas ein heißer Tipp und in Finnland werden unter anderem in Saariselkä, Ruka, Salla, Rovaniemi und Muonio Hundeschlittentouren angeboten. Auch in Grönland und auf Spitzbergen sowie in Island werden Huskys vorden Schlitten gespannt. Am praktischsten ist es, beriets vor Reisebeginn eine Hundeschlittentour bei einem der zahlreichen, auf Nordeuropa spezialisierten Veranstalter zu buchen. 

  • Nordis-Tipp: Spannende, familiengeeignete Husky- und Hundeschlittentouren hat z.B. der deutsche Veranstalter NordNatur Reisen im Angebot. Weitere Infos dazu findet man unter www.nordicwinter.de.