Was soll ich sagen – es war einfach märchenhaft! Neben den zwei Chören und dem Orchester sorgten ein Solo-Cellist (der unglaubliche Töne aus seinem Instrument heraus geholt hat), eine Frau in traditionell samischer Kleidung, die samische Texte zur Musik gesprochen hat und ein Mann, ebenfalls traditionell gekleidet, der „gejoikt“ hat (traditioneller Gesang der Samen, entfernt verwandt mit dem Jodeln) für Gänsehaut-Feeling. Völlig verzaubert haben sich in meinem Kopf die Bilder von der kargen Landschaft des hohen Nordens eingenistet, vom leuchtenden Nordlicht und der Mitternachtssonne, von abendlichen Stammesfesten um das Lagerfeuer, von trappelnden Rentierhufen auf schneebedeckten Wiesen. Das „Joiken“ ist eine sehr eigene, sehr ursprüngliche Form des Gesanges. Wer die Chance hat, einen Samen joiken zu hören, der sollte sich meiner Meinung nach die Zeit nehmen und sich musikalisch in den hohen Norden entführen lassen!