In Finnland beginnt die Osterzeit, ganz ähnlich wie in anderen christlich geprägten Ländern, am Palmsonntag. An diesem Tag gehen die Osterhexen um (finn. virpominen). Eine Tradition, die ihren Ursprung in der orthodoxen Kirche Ostfinnlands hat. Die Hexentradition stammt aus dem heidnischen Glauben und hat sich im Laufe der Jahrzehnte mit der christlichen vermischt. Die Kinder gehen als Hexen verkleidet mit geschmückten Weidenzweigen von Haus zu Haus und sagen den Hausbewohnern einen Segensspruch auf. Im Tausch für die sog. Rute bekommen die Kinder Süßigkeiten. Der gebräuchlichste Spruch lautet:

„Virvon varvon, tuoreeks terveeks, tulevaks vuodeks. Vitsa sulle, palkka mulle.” (Dt. „Ich schwinge die Rute, frisch und gesund für das kommende Jahr. Rute für dich und Lohn für mich.“)

Der traditionelle Nachtisch an Ostern heißt "mämmi" und wird aus Sirup, Roggenmalz- und mehl gefertigt. Gegessen wird der sü-bittere Pudding mit Zucker, Sahne oder Milch. Nur etwas für Finnlandfans und Eingeborene.