Aber es fehlt noch die Bekanntgabe der Preise. Da gab es zwei echte Überraschungen: Den Hauptpreis gewann "Die Rückkehr" ("A vende tilbake") von Henrik Martin Dahlsbakken. Ein bestechender Film, der allein mit seiner Spielzeit von 75 min. gegen Kinokonventionen verstößt. Erzählt wird von Oscar und Fredrik, die mit ihrer depressiven Mutter in der Einöde Norwegens wohnen. Die Jungs hoffen, dass sich ihr Leben zum Besseren ändern wird, wenn ihr Vater zurückkommt, ein Offizier, ein Jahr in Afghanistan stationiert. Er kommt und geht gleich wieder. Dass das Publikum das Herz auf dem richtigen Fleck hat, bewies es nun einmal mehr: Der Publikumspreis ging an "Virgin Montain" (IS) von Dagur Karí. Der sehr dicke Fusí lebt noch bei seiner Mutter und stellt mit kleinen Figuren Schlachten aus dem Weltkrieg II nach. Doch hinter seinen Körpermassen wohnt eine  verletzliche Seele.

Ein Siegerfilm ohne Happy End, ein Siegerfilm mit vielleicht einem Happy End: Das sagt viel über die Nordischen Filmtage.