Es ist eine weiße Steinstatue von Sunniva, der einzigen weiblichen Heiligen von Norwegen und Schutzheilige Westnorwegens. Geboren im 10. Jahrhundert, hatte sie sich dem Glauben verschrieben und wollte nicht heiraten - und als ein heidnischer König sie bedrängte, floh sie mit ihren Getreuen in einem Boot und wurde nach Selja getrieben. Auf der Insel sind Überreste eines Klosters zu sehen; den Glockenturm haben Freiwillige in Kleinstarbeit wiederaufgebaut. In einer Höhle, werden heute Hochzeiten oder Gottesdienste abgehalten. Die Geschichte der Insel und Sunnivas wird in einem Museum in Selje dargestellt. Von Selje aus, dessen Kirche und Bootshäuser sich an einen langen Sandstrand schmiegen, lässt sich per Boot nicht nur Selja erreichen, sondern auch das Vestkap, der westlichste Punkt des norwegischen Festlands. Von dort aus bietet sich ein toller Blick über die schroffe Küste und das Meer, über das Sunniva einst vor dem heiratswütigen Verehrer nach Selja geflohen sein soll.