Denn das Material der großen Steinkreuze, die Ziel der Pilger sind, stammt aus der unmittelbaren Umgebung. Wie viel Arbeit es schon macht, einen deutlich weicheren Stein zu bearbeiten, können Besucher selbst ausprobieren: Im Mühlsteinpark (kvernstein.no) können sie mit Feile und Mini-Säge kleine Kunstwerke herstellen - und sich im Outdoormuseum zeigen lassen, wie an dieser Stelle einst Mühlsteine geschlagen wurden. Die kreisrunden Spuren im Felsen zeugen von erfolgreichen Arbeiten, die Wochen dauerten. Kaum vorzustellen, wie einst die großen Steinkreuze entstanden sind. Zwei von ihnen sind im Örtchen Eivindink zu bestaunen, sich gegenüber auf Anhöhen stehend und den Platz zwischen ihnen ehemals zur Versammlungsstelle des Ortes machend. Die Strecken zwischen den Steinkreuzen, die nur an der Westküste des Landes zu finden sind, werden mit Booten oder Bussen zurückgelegt. Gepilgert wird zwischen den Fjorden und Inselchen mit Wellengang statt zu Fuß. 

(c) Text und Foto: Corinna Kuhs