Leserreise Göteborg 2009

Am Abend des 4. Dezember 2009 stachen 93 Leser und zwei Redakteure des Nordis Magazins von Kiel aus in See. Ziel war Schwedens zweitgrößte Stadt Göteborg. An Bord der Stena Scandinavica lauschten wir stimmungsvollen Weihnachtsgeschichten und tanzbarer Musik von Top Union auf der X-mas Party. Am Samstag erkundeten wir die Stadt – und auch ein vom schottischen Dudelsackspieler musikalisch untermalter Besuch in den Katakomben durfte nicht fehlen. Nach dem weihnachtlichen Trubel im festlich erleuchteten Liseberg-Park ging es zurück aufs Schiff, wo wir mit einem 3-Gänge-Menu im à la carte Restaurant eine weitere Nacht auf See einläuteten, um am Sonntag Morgen wieder in Kiel einzulaufen.




Deutschland

Lucia in Berlin

Der skandinavischen Licht-Bringerin zu Ehren wird auch dieses Jahr wieder in der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg-Pankow der Lucia-Weihnachtsmarkt abgehalten. Jung und Alt lassen sich vom 23.11. bis zum 22.12. vom weihnachtlichen Duft- und Lichterspiel verzaubern. Nach einem Gespräch mit dem Weihnachtsmann und fröhlichen Bastelstunden lässt es sich wunderbar bei nordischen Köstlichkeiten oder einer Runde auf dem nostalgischen Karussell entspannen.

Weitere Informationen und Programmhinweise unter
www.Lucia-Weihnachtsmarkt.de

Sentimentalität und Grausamkeit –Nordische Philologie an der Uni Münster

Vom 26. bis 28. November 2009 veranstaltet das Institut für Nordische Philologie der Universität Münster eine internationale Konferenz zum Thema „Sentimentalität und Grausamkeit – Poetische Figuration von Emotion in der literarischen Moderne Skandinaviens und Deutschlands“. Stattfinden wird die Konferenz an allen drei Tagen im Festsaal des Schlosses, Schlossplatz 5.

Als Konferenzteilnehmer konnten die Organisatorinnen unter anderem Gäste aus Schweden, Dänemark, Belgien sowie von deutschen Universitäten gewinnen. Es geht um die literarische Gestaltung von Emotionen, Affekten und Stimmungen in der modernen Literatur Skandinaviens und Deutschlands. Erwartet werden insgesamt 20 Vorträge, die sich mit dem fortschreitenden Wandel des modernen Erzählers und seiner Haltung zur Darstellung von Gefühlen beschäftigen.

Weitere Informationen zur Konferenz sind unter der Internetadresse:
www.sophie-wennerscheid.de zu finden.

Bewegtes Island

Im Rahmen der am 6.11. in Eppelheim bei Heidelberg von Tina Bauer und Claus Sterneck organisierten Fotoausstellung über Island »Die Zukunft ist hell wie ein Sonnentag«, findet am 15.11. um 19 Uhr in der Rudolf-Wild-Halle ein Filmvortrag von Stefan Erdmann statt. Erdmann bannte während zahlreicher Reisen auf die größte Vulkaninsel der Erde deren atemberaubende Naturphänomene auf Zelluloid.
In Verbindung mit eigens für den Film komponierter Musik und seinen Live-Kommentaren ermöglicht er es dem Publikum, einzutauchen in die Geheimnisse dieser Insel aus Feuer und Eis – und so die »elementarsten und schönsten Erlebnisse« in seinem Leben mit ihm zu teilen.

Weitere Infos und Reservierungen unter:
www.clausinisland.de/exhibition3/islandfilm.php und www.islandfilm.de

Nordlichter in Hamburg

Vom 24. bis zum 27. November diesen Jahres finden in Hamburg die zwölften nordischen Literaturtage statt. Alle zwei Jahre treffen sich Schriftsteller aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden, um aus ihren Werken zu lesen und so ein literarisches Licht in der herbstlich-dunklen Hansestadt leuchten zu lassen. Ausgerichtet vom Literaturhaus Hamburg haben Besucher so die Möglichkeit u. a. Henning Mankell, Erling Jepsen, Leena Lehtolainen und dem Björk-Texter Sjón zu lauschen. Auch ein Konzert des Autors und Musikers M.A. Numminen unterstreicht die virtuos-künstlerische Atmosphäre jener Tage.

Weitere Informationen zu Autoren, Terminen und Orten erhalten Sie unter:
www.nordische-literaturtage.de

Seatrade Europe – mit Optimismus in die Zukunft

Vom 15. bis zum 17. September traf sich die internationale Kreuzfahrtbranche in Hamburg. 3000 Besucher, sowie 250 Unternehmen füllten die Messehallen. Nicht nur die neusten Technologien und Trends wurden vorgestellt, auch Geschäfte kamen in der angenehmen Atmosphäre unter Dach und Fach. Kreuzfahrten erfreuen sich in Europa stetig wachsender Beliebtheit, sodass der Sektor ganz entspannt in eine beschäftigungsreiche Zukunft schauen kann.

Architektur in Zeiten des Klimawandels
Im September wird die Ausstellung »instants of ARCHITECTURE« im Felleshus der Nordischen Botschaften zu »begehen« sein.

Die »Walk-in-Installation« ist der erste Teil der dänischen Ausstellungs- und Workshopreihe unter dem Titel »Architektur in Zeiten des Klimawandels« und findet im Vorfeld der Kopenhagener Klimakonferenz (12/2009) statt. Die nordischen Länder haben nicht nur ein Faible für Design und Architektur: Sie beweisen auch, dass Architektur nachhaltig sein kann.

Einen Blick auf aktuelle Visionen dänischer Architekten wirft die Ausstellung »instants of ARCHITECTURE« im Felleshus der Nordischen Botschaften. Unter dem Motto »Zurück zu den Anfängen« des Bauens haben Architekten ihre Ideen spielerisch in Workshops umgesetzt. Mit Hilfe von kleinen Holzschachteln gingen sie der Frage nach, wie man heute nachhaltig bauen kann. Herausgekommen dabei ist eine Reihe fragiler kleiner Modelle, die in einer begehbaren Gesamtinstallation aus recycelbaren Obstkisten eines Berliner Großmarkts inszeniert wurde.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage, was Nachhaltigkeit eigentlich ist, wie eine neue Generation dänischer Architekten damit umgeht und wie sie Nachhaltigkeit in ihre eigenen Arbeiten miteinbezieht. Dass es nicht einfach nur darum geht, Solarzellen auf Dächer zu verpflanzen, betont die Architektin Dorte Mandrup: »Ich denke, dass wir den Begriff Nachhaltigkeit in all seinen Aspekten in unser Programm einbringen müssen. So geht es zunächst darum, den Energieverbrauch zu reduzieren. Aber es geht uns natürlich auch um soziale Nachhaltigkeit, das heißt, wie ein Bauprojekt sich zu seiner natürlichen Umgebung verhält. Wenn wir z. B. an Kinder-Projekten arbeiten, ist soziale Nachhaltigkeit einer der wichtigen Bestandteile der Projektentwicklung.«

Zur Verantwortung der Architekten in Fragen der Nachhaltigkeit äußert sich Charlotte Falstrup folgendermaßen: »Auch wenn Nachhaltigkeit anfangs nicht das Hauptthema ist, kann es im Dialog mit den Bauherren (z. B. in einem Workshop) eingeführt werden und helfen, gemeinsame Ziele zu definieren.«

»Architektur in Zeiten des Klimawandels«
Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstr. 1, Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-19.00 Uhr // Sa-So 11-16.00 Uhr

I. instants of ARCHITECTURE
Eine Ausstellung von dem dänisch-französischen Architektenbüro Un Souffle sur la Ville // www.unsouffle.com.
Ausstellungsperiode: 10. bis 27. september
Ausstellungseröffnung: 9. September, 19 Uhr
Pre-Opening (meet the architects!): 9. September, 17-19 Uhr

II. Building Sustainable Communities
Eine Ausstellung des Dänischen Architekturzentrums // www.dac.dk
Ausstellungsperiode 6. bis 25. Oktober
Ausstellungseröffnung: 5. Oktober, 19 Uhr

III. New Life Copenhagen, powered by wooloo.org
Special Presentation: 12. Oktober, 19 Uhr

IV. Sustainable Architecture
Themaabend: 19. Oktober, 19 Uhr

V. Die grüne Stadt der Zukunft
Workshops für Kinder: 19. und 20. Oktober, 10-12 Uhr

Dänemark

Bäume für Kopenhagens Nordwesten

Kaum eine Gartenarbeit ist so symbolträchtig wie das Pflanzen von Bäumen. Es besiegelt menschliche Beziehungen, es weist auf die Zukunft voraus, es bezeugt den Willen, die Umwelt zu schützen. All dies lässt sich auch in das Projekt „1001 Bäume“ interpretieren, welches – passend zur Klimakonferenz in der dänischen Hauptstadt – kurz vor seiner Vollendung steht. Dabei war COP15 für Parkdesigner Jan Sonnergaard nicht der Grund in seinem heimischen Nordwestviertel planend ans Werk zu gehen. Er vermisste vielmehr bisher einen Ort, an dem sich die Bewohner des Viertels zu Aktivitäten an der frischen Luft treffen können: Ganz pragmatisch und doch auch ganz aufgeladen mit Bedeutung. Zuallererst war es Sonnergaard wichtig, die Bewohner und künftigen Nutzer des Parks in die Planungen miteinzubeziehen. Aus diesem Grund veranstaltete er Workshops, in denen Ideen entwickelt wurden und schon die Kleinsten bekamen die Möglichkeit, die Pfade des neuen Parks mit Gedichten und ähnlichem zu verzieren. Die Idee der Völkerverständigung in dem ethnisch gut durchmischten Stadtteil spiegelt sich in der Wahl der Baumarten wider. Die eine Hälfte des Parks wurde mit regionaltypischen Gewächsen bepflanzt, während die andere Hälfte von Exoten geziert wird. In der Mitte vereinen sie sich und werden des Nachts von Laternen angestrahlt, damit ihr abenteuerlich buntes Laub auch in den dunklen Stunden leuchtet. Zusätzlich entstehen eine Vielzahl möglicher Aktivitäten. So wurde z.B. ein neun Meter hoher Hügel aufgeschüttet, der nicht nur zum Spazieren und der Aussicht dient, sondern auch zum fröhlichen Hinunterrodeln einlädt. Im Neuen Jahr soll der Park dann eröffnet werden und zum bunten Anziehungspunkt von Kopenhagens Nordwesten werden.

Jul i Miniland

Legoland Billund lädt zu (vor-)weihnachtlichem Vergnügen für Groß und Klein. An allen Novemberwochenenden können Besucher jeweils von 12 bis 19 Uhr die Julenisser bei ihrer emsigen Arbeit in den Wichtel-Werkstätten beobachten, sich am Lichterglanz des festlich geschmückten Minilandes erfreuen, gebrannte Mandeln, Bratäpfel, heißen Kakao und vieles mehr genießen und sich vom kunstvollen Feuerwerk ein Strahlen in die Augen zaubern lassen.

Weitere Informationen unter www.legoland.dk

»La Libertá o Mort« - Jannis Kounellis-Ausstellung im neuen Kunstmuseum in Dänemark

Im jütländischen Herning hat jetzt das Heart eröffnet, das neue Museum für Gegenwartskunst – entworfen vom amerikanischen Star-Architekten Steven Holl. Neben dem festen Repertoire, bestehend u.a. aus Werken von Piero Manzoni, Bjørn Nørgaard, Dennis Oppenheim und Joseph Beuys, zeigt das Heart noch bis zum 10. Januar 2010 die Retrospektive »La Libertá o Mort – Freiheit oder Tod« des griechisch-italienischen Künstlers Jannis Kounellis, der besonders in den 60er Jahren als einer der führenden Vertreter der Arte-Povera-Bewegung von sich reden machte.

Info: www.heartmus.dk

Kunstmuseum Ordrupgaard zeigt »Edvard Munch und Dänemark«.
Umfassende Munch-Ausstellung mit teils unbekannten Werken noch bis 3. Januar 2010

Das Kunstmuseum Ordrupgaard im dänischen Charlottenlund präsentiert jetzt eine der größten Munch-Ausstellungen der letzten Jahrzehnte. Unter dem Titel »Edvard Munch und Dänemark« legt das renommierte Museum nördlich von Kopenhagen den Schwerpunkt auf die Beziehung des norwegischen Expressionisten zu seinem langjährigen Gastland Dänemark.

Mit mehr als 100 Gemälden, grafischen Arbeiten und Fotografien zeigt das Museum Ordrupgaard wie die dänischen Kunst- und Literaturszene Edvard Munchs (1863–1944) Schaffen zwischen 1890 und 1910 beeinflusst hat, welches zu bedeutenden Teilen in und um Kopenhagen stattfand.

Der international berühmte Erneuerer Munch hielt sich vor allem im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in Kopenhagen auf – die dänische Metropole war für den Norweger eine Brücke nach Europa. Gleichzeitig pflegte Munch engen Kontakt zum dänischen Künstlerkreis um »Den frie udstilling« (Die unabhängige Ausstellung) mit bekannten Künstlern wie J.F. Willumsen, Johan Rohde oder Paul Gauguins dänischer Frau Mette. Durch diese bekam er Kontakt zur Kunst Paul Gaugins. Diese Einflüsse prägten Munchs Werke ebenso wie die Ideen des dänischen Dichters Emanuel Goldstein (1862–1921).

Gleichzeitig beleuchtet »Edvard Munch und Dänemark« Munchs schwere Lebenskrisen, die ebenfalls in die Zeit nach 1900 fielen: Neben kreativen Glücksmomenten in Tårbæk am Øresund bestimmte besonders Munchs siebenmonatiger Aufenthalt in einer Nervenklinik in Frederiksberg 1908–09 das Werk des Norwegers. In Ordrupgaard sind aus dieser Phase zentrale Arbeiten zu sehen, darunter Gemälde wie das »Selbstporträt in der Klinik« sowie Porträts seines Arztes Dr. Daniel Jacobson.

Außerdem präsentiert die Ausstellung »Edvard Munch und Dänemark« Hauptwerke wie »Nacht in Saint Cloud«, »Das kranke Kind«, »Der Kuss« und »Melancholie«. Bei den Stücken handelt es sich um Leihgaben des Munch-Museums und des Nationalmuseums aus Oslo sowie des Bergen Kunstmuseums. Hinzu kommen zahlreiche, bislang unveröffentlichte, Werke aus Privatsammlungen.

Info:
Ordrupgaard
Vilvordevej 110
DK-2920 Charlottenlund,
Tel. 0045-3964 1183,
www.ordrupgaard.dk
Öffnungszeiten: Di-Fr 13-17 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr

Vier neue

Dänemark erhält vier neue Nationalparks, die besonders charakteristische Natur- und Landschaftsflächen des Königreiches schützen.
Der insgesamt 180 Quadratkilometer große Nationalpark Mols Bjerge umfasst die von der Eiszeit geformte Hügellandschaft der bis zu 137 Meter hohen Mols Berge und seine Umgebung auf der ostjütländischen Halbinsel Djursland. Wälder, Moore, Strände, Strandwiesen, Landwirtschaft, Dörfer und Herrenhöfe prägen die auch geologisch einmalige Natur. Im neuen Nationalpark, dessen Einrichtung bereits seit dem Frühjahr läuft, leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die international geschützt sind oder auf der Roten Liste Dänemarks stehen.
Gerade begonnen wurde jetzt auch mit Ausweisung und Einrichtung des Nationalparks Skjern Å in Westjütland. Der Fluss Skjern Å gilt als Nordeuropas größtes Renaturierungsprojekt. Rund um den Wasserlauf leben seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die das Gewässer und die offenen Heidelandschaften und Heidemoore der Region als Lebensraum nutzen. Im Fluss ist der Skjernå-Lachs zu finden, der kurz vor dem Aussterben stand. Auch Otter sind zurückgekehrt, und in Skjern Enge brüten zahlreiche Wasservögel.
Dritter neuer Nationalpark wird ab Frühjahr 2009 der Nationalpark Dänisches Wattenmeer. Er umfasst den dänischen Teil des Bioreservates Wattenmeer an der Nordsee zwischen der deutsch-dänischen Grenze und Esbjerg bzw. der Halbinsel Skallingen. Zum Schutzgebiet gehören auch die Inseln Rømø, Mandø und Fanø, das Tal Varde Ådal sowie die eingedeichten Marschgebiete Tjæreborgmarsch, Ribemarsch, Margrethekoog und Tøndermarsch. Im Wattenmeer rasten und nisten alljährlich Millionen von Zugvögeln. Hinzu kommen schützenswerte Fische und Meeressäuger wie Seehunde.
Voraussichtlich ab Herbst 2009 entsteht der vierte neue Nationalpark Kongernes Nordsjælland (Nordseeland der Könige) im Norden der Hauptstadtinsel Seeland. Den Kern des Nationalparks bilden einer der biologisch reichhaltigsten Laubwälder Dänemarks mit Naturwald und Sumpfwäldern, der Gribskov, sowie zwei der größten Seen des Königreiches – der Esrum-See und der Arresø. Beide zeichnen sich durch ein reiches und artenreiches Vogelleben aus. Früher genoss Nordseeland die besondere Gunst der dänischen Könige. Davon zeugen noch heute die vielen Schlösser wie Søborg, Gurre, Kronborg, Frederiksborg und Fredensborg sowie ihr einzigartiges Jagdwegsystem.
Dänemarks erster Nationalpark ist der Nationalpark Thy im Nordwesten Jütlands zwischen Limfjord und Nordsee.

Info:
Skov- og Naturstyrelsen, Haraldsgade 53,
DK-2100 Kopenhagen Ø,
Tel. +45-7254 2000,
www.skovognatur.dk

Hamsun-Jahr 2009

Pünktlich zum 150. Geburtstag des norwegischen Autors und Literaturnobelpreisträgers Knut Hamsun wird am 4. August 2009 in Presteid, Hamarøy, ein großes Dokumentations- und Vermittlungs-Zentrum eröffnet. Es zeigt Leben und Werk des umstrittenen Literaten. Bereits 1994 war der New Yorker Architekt Steven Holl mit dem Entwurf des Gebäudes beauftragt worden. Im Mai 2008 wurde schließlich auf dem Baugelände in der Nähe der Ruinen jenes Pfarrhofes, auf dem Hamsun einen Teil seiner Kindheit verbrachte, der Grundstein für das 120 Millionen NOK (15,8 Millionen Euro) teure Bauprojekt gelegt. Das offizielle Hamsun-Jahr soll der nationalen und internationalen Aufmerksamkeit für den Dichter Knut Hamsun (4.8.1859 – 19. 2.1952) Rechnung tragen, Informationen zusammenführen und Wissen über Werk und Leben des Autors einem breiten Publikum zugänglich machen. Vier zentrale Veranstaltungen von Februar bis September 2009 in den drei Hamsun-Gemeinden Lom, Hamarøy, Grimstad plus Oslo. Dabei wird mit den vier Orten jeweils ein Werk Hamsuns thematisch verknüpft. Für die künstlerische Professionalität und die dramaturgische Perspektive ist das Riksteatret (Regisseurin Catrine Telle) verantwortlich, für die Organisation die Nationalbibliothek im Auftrag des Kultur- und Kirchenministeriums.

Info:
www.nb.no/hamsun2009,
www.bygg.no (Norwegisch),
www.stevenholl.com (Englisch).

Island

Spurensuche in Island
Fotoausstellung von Claus Sterneck und Tina Bauer in Djúpavík, Island, am 18. Juli 2009

Die deutschen Island-Liebhaber und Fotokünstler Claus Sterneck und Tina Bauer leben und arbeiten längere Zeit in Island. In ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung zeigen sie ihre ganz eigenen Blickwinkel auf die Insel. Zu sehen sind ihre ausdrucksstarken Fotografien in der alten Heringfabrik in Djúpavík. Eröffnung ist am 18. Juli, 14 Uhr.

Civil touch in nature
„Klein ist der Mensch in Island. Die Natur in ihren Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft ist fast übermächtig auf der Nordmeerinsel. Faszinierende Gegensätze entstehen.“ Tina Bauer (32) ist Print- und Foto-Journalistin aus Stuttgart. 2008 lebte sie in Island. In ihren Fotografien nimmt sie die Fährte auf und geht auf Spurensuche – Spuren menschlichen Tuns und Lebens in der weiten, rauen, isländischen Natur. Sie zeigt Spuren menschlicher Zivilisation in der einzigartigen weiten Landschaft der Insel. „Mich fasziniert, wie klein der Mensch zwischen den Naturgewalten der Insel ist, sich unterordnen muss, die Zivilisation fast verschwindet von der Macht der Natur, so dass spannende Kontraste zu sehen sind.“ www.iceland-photography.de

„Ich will mit meinen Bildern ein anderes Island zeigen: mehr Details, aufgenommen aus einer ungewohnten Perspektive, um einen neuen Blickwinkel zu zeigen.“ Claus Sterneck aus Frankfurt am Main verbrachte seit 2003 die meiste Zeit in Island, seit September 2008 lebt und arbeitet er in Reykjavik. Claus Sterneck (38) zeigt auf seinen Fotografien Flächen und Farben, Formen und Strukturen. „Oft gehen diese verloren, da der Betrachter von der Schönheit der Natur – der Landschaft, den Farben und Lichtspielen – überwältigt ist und der Blick auf Details in den Hintergrund rückt.“ Seine kleine handliche Kamera ist quasi sein drittes Auge, „und mein Arm, meine Hand ermöglichen mir etwas aus einer Sicht zu sehen, welche die eigentlichen Augen nicht sehen oder nur schwer erkennen können“, beschreibt er. „Ich sehe etwas – sei es ein Stein, der blaue Himmel, Wellen, Pflanzen – und mein spontanes Gefühl verlangt danach, dieses Etwas mit meiner Kamera festzuhalten. Ich konstruiere nicht die Aufnahmen, richte mich bewusst nicht nach so genannten allgemeingültigen Grundsätzen eines harmonischen Bildaufbaus.“ Dadurch, dass die Aufnahmen aus dem Handgelenk heraus, spontan gemacht werden, entsteht meist eine unausgewogene Bildaufteilung, die beim Betrachter Spannung erzeugen soll. Viele der Aufnahmen sind in und um Djúpavík entstanden, wo er seit 2003 die meiste Zeit seiner Island-Aufenthalte verbracht hat. www.clausinisland.de

Über den Ausstellungsort:
Die Ursprünge des Ortes Djúpavík liegen im Fischfang. Die alte Heringsfabrik, die von 1934 bis etwa 1948 in Betrieb war, birgt heute ein kleines Museum, in dem das Arbeitsleben und der Alltag zur Hochzeit des Fischfangs gezeigt werden. Zudem finden kulturelle Veranstaltungen statt, jährlich während der Djúpavík-Tage im Sommer. Zudem gibt es Ausstellungen und Konzerte – Höhepunkt war 2006 ein Konzert der bekannten isländischen Band Sigur Rós.

Norwegen

Volle Kraft voraus ins Neue Jahr

In der Silvesternacht wirft man traditionell alten Ballast von sich und steuert befreit ins Neue Jahr. Wer sich bei diesem Schritt die frische Seeluft um die Nase wehen lassen möchte, hat nun gleich mehrere Alternativen zur Auswahl. Stena Line, Tallink Silja, Color Line, DFDS Seaways und Seetouristik bieten Silvesterarrangements auf ihren Linien an. So kann man z.B. Oslo oder Helsinki besuchen, das Amsterdamer Feuerwerk bewundern, sowie Göteborg oder Stralsund genießen. Für welches Ziel man sich auch entscheidet – auf jedem Schiff ist für Entspannung, festliche Stimmung und Freude gesorgt, damit man unbeschwert dem Neuen Jahr entgegenfahren kann.

Infos unter: www.faehrverband.org

(Alternativer) Nobelpreis

In Stockholm wurden jetzt die Gewinner des diesjährigen alternativen Nobelpreises bekannt gegeben. Für ihren Kampf gegen Klimawandel, Umweltzerstörung, Atomwaffen und Armutskrankheiten werden am 4. 12. David Suzuki, René Ngongo, Alyn Ware und Catherine Hamlin durch die Verleihung des von Jakob von Uexküll gestifteten Preises geehrt.

Am 10. 12. finden die Verleihungen der klassischen Nobelpreise statt; so erhält die deutsch-rumänische Schriftstellerin Herta Müller den Preis für Literatur und US Präsident Obama wird für seine Bemühungen um die Völkerverständigung mit dem Friedensnobelpreis geehrt.